"Schmatz Mampf Schlürf" im ZOOM Kindermuseum

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Cola, Schnitzel, Nudeln, Ketchup, Pommes frites, Käse und Schokolade warten auf jene Kinder, die bis 2. September das ZOOM Kindermuseum im Wiener Museumsquartier besuchen. Dabei geht es allerdings nicht ums Verschlingen, sondern ums Analysieren und Erklären der Lieblingsnahrung der jungen Generation.
So erfährt man etwa spielerisch, wie viel Stück Würfelzucker in einer 0,3 Liter Flasche Cola enthalten sind (es sind 18). "Schmatz Mampf Schlürf" heißt die Mitmachausstellung für Kinder von 6 bis 12 Jahren, zu deren Vorstellung heute Vormittag auch Gesundheitsminister Stöger ins ZOOM gekommen war. "Wir wissen, dass das Thema Ernährung eine ganz große gesundheitspolitische Herausforderung ist", erklärte Stöger, der die Ausstellung eine "bildungspolitischen Maßnahme" mit großer Chance auf Nachhaltigkeit nannte. Es sei wichtig bei den Kindern Bewusstsein für gesunde Ernährung zu wecken.
Dass von den sieben Milliarden Erdbewohnern eine Milliarde hungern, eineinhalb Milliarden jedoch unter Übergewicht leiden, erfährt man auf einer riesigen Schautafel. Überfluss und ständige Verfügbarkeit von Nahrung kennzeichne unsere Gesellschaft, sagte Kuratorin Lisa Noggler-Gürtler: "Das Schlaraffenland ist bei uns angekommen - wir wissen aber nicht, damit umzugehen."
Weil aber Essen "nicht nur ein moralisches, sondern vor allem auch ein lustvolles Thema" ist, wie Zoom Direktorin Elisabeth Menasse-Wiesbauer, hat das Wiener Design Studio Walking Chair eine kunterbunte Ausstellungsgestaltung realisiert, in der man jede Menge Spaß haben kann. So kann man in die Rolle von Darmzotten schlüpfen, beim "Teller-Spiel" Automaten Kommentare zu zusammengestellten Mittagsmahlzeiten entlocken, den eigenen Energieverbrauch testen - und natürlich auch selbst backen und brauen: In einem Kräutergarten warten die Zutaten für das eigene "Wasser mit Geschmack" (vulgo Limonade), in einer Küche kann man Brotteig kneten und das fertig gebackene Weckerl hübsch belegen. "Schmatz Mampf Schlürf", kann man da nur sagen.














