Nach der Babypause: Garanca begeisterte in Linz
Weltstar Elina Garanca hat ihre Babypause beendet und ist auf die Konzertbühnen zurückgekehrt. Mit einem umjubelten Liederabend im Linzer Brucknerhaus begann die lettische Mezzosopranistin am Dienstag eine kleine Österreich-Tour, die sie auch nach Graz (9.3.) und Wien (12.3.) führt. Bei Liedern von Robert Schumann, Alban Berg und Richard Strauss begleitet sie der britische Pianist Roger Vignoles.
Garanca ist eine der wenigen großen Sängerinnen, die neben der Oper auch der Liedinterpretation breiten Raum widmen. Dass sie nun beim Konzert in Linz - wie schon bei ihrem ersten Liederabend im Brucknerhaus vor drei Jahren - neuerlich Schumanns "Frauenliebe und- leben" interpretierte, schmälerte keineswegs das intensive Hörerlebnis. Mit innigem Ausdruck gestaltete Garanca die von Adelbert von Chamisso gedichteten Stationen eines Frauenlebens von der scheuen Verehrerin über die Geliebte, Gattin und Mutter bis zur Witwenschaft. Auch eine Auswahl von Schumanns Zyklus "Mythen" greift weibliche Sehnsucht und Liebesglück auf und gab der Sängerin Gelegenheit zu romantischem Schwelgen.
In den sieben frühen Liedern von Alban Berg wiederum konnte Garanca auch ihr mächtiges, jedoch kultiviertes Stimmvolumen einsetzen. Ausgewählte Lieder von Richard Strauss rundeten das Programm ab, dessen Gestaltung allerdings mit starker Husten-Konkurrenz in der Zuhörerschaft zu kämpfen hatte. Die emotionale Intensität und die reiche Ausdrucksskala der Sängerin fand in der sensiblen Begleitung durch Roger Vignoles eine ideale Ergänzung. Drei Zugaben, Blumen für Elina Garanca und langer Beifall für beide Künstler.
Am 12. Juli kommt die Künstlerin mit "Friends" und Orchester neuerlich nach Linz und gibt am Domplatz ein Open-Air-Konzert.















