Yoko Ono erhielt Kokoschka-Preis in Wien

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Künstler-Ikone Yoko Ono hat am Donnerstagabend im Wiener Gartenbaukino den Oskar-Kokoschka-Preis der Bundesregierung erhalten. Die 79-jährige Konzeptkünstlerin empfing den mit 20.000 Euro dotierten Preis von Wissenschaftsminister Töchterle. Sie bedankte sich mit einer auf Deutsch abgelesenen Dankesrede über die Heilung des Universums und der Welt - die sie dann auf Englisch wiederholte.
Sie freue sich jedenfalls außerordentlich, einen Preis zu erhalten, der den Namen von Oskar Kokoschka trage. "Er ist eine unglaubliche Ikone in der Kunstwelt - und ich respektiere ihn ganz besonders", so Ono bei der mit einigen ihrer Filme garnierten, knapp zweistündigen Gala.
Allgemein habe die Kunst ihren mimetischen Charakter seit dem Expressionismus aufgegeben, sinnierte der Überreicher des Preises, Minister Töchterle. Onos Kunst sei stattdessen Repräsentation von Wirklichkeit. "Kunst ist über die platte Nacherzählung von Wirklichkeit zu stellen", berief er sich auf die "Poetik" des Aristoteles.
Ebenso euphorisch streute die eigentliche Laudatorin VALIE EXPORT, die 2000 selbst den Kokoschka-Preis erhalten hatte, dem US-Gast Rosen: "Yoko Ono ist eine der bekanntesten Frauen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts." Sie selbst sei bereits in jungen Jahren von deren Mut und Kraft beeindruckt gewesen - seit sie das erste Mal 1967 mit dem Werk der Künstlerin in Kontakt kam: "Yoko Onos Arbeiten haben mich in meinen künstlerischen Fantasien und Utopien bestärkt." Sie sprächen stets von der positiven Kraft der Veränderung durch Kunst. "Und das ist etwas, was uns beide verbindet", meinte die Laudatorin.
Der alle zwei Jahre verliehene Kokoschka-Preis wird traditionell am 1. März, dem Geburtstag des Namensgebers, von der Universität für angewandte Kunst veranstaltet.














