Klassischer Trompeter Maurice Andre gestorben
Der klassische Trompeter Maurice Andre ist in der Nacht auf Sonntag im Alter von 78 Jahren im südwestfranzösischen Bayonne gestorben. Das gab seine Familie bekannt. Der am 21. Mai 1933 in Südfrankreich geborene Musiker hatte in seiner Jugend im Bergwerk gearbeitet, bevor er als Trompeter zu Weltruhm aufstieg und mit den berühmtesten Dirigenten Schallplatten aufnahm.
"Er hat gezeigt, dass die Musik das Schicksal eines Menschen ändern und das Leben Millionen anderer verzaubern kann", schrieb Sarkozy in einer Beileids-Adresse. Dank Andres Talents seien viele Menschen überhaupt erstmals mit der klassischen Musik in Kontakt gekommen. Kulturminister Frederic Mitterrand nannte ihn einen "Jahrhundert-Trompeter".
Andre hatte zunächst als Bergmann zu arbeiten begonnen, bevor er ab den 1950er Jahren unter Führung seines musikbegeisterten Vaters den Weg in die Musik fand und schnell Weltruhm erlangte. In München gelang ihm 1963 bei einem Wettbewerb der internationale Durchbruch.
Mit international bekannten Dirigenten nahm er mehr als 250 Schallplatten und CDs auf, darunter zahlreiche ausgezeichnete Werke. Er selbst bildete zudem Dutzende talentierter Nachwuchs-Trompeter aus. Um sich nicht auf das Standardrepertoire der Barocktrompete beschränken zu müssen, nahm Andre zahlreiche Übertragungen von Werken auf, die ursprünglich für Oboe, Flöte aber auch sogar für Gesangsstimmen oder Saiteninstrumente geschrieben worden waren.
Nach einer großen Abschieds-Tournee lebte der Musiker, der der Trompete in der Klassik zu neuem Ruhm verhelfen wollte, seit 2004 zurückgezogen im französischen Baskenland. Andre hinterlässt zwei Kinder, die ebenfalls Musiker sind.















