New Yorker Philharmoniker mit Bach in neuer Saison

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Brahms, amerikanische Komponisten, aber vor allem Johann Sebastian Bach wird die nächste Spielzeit der New York Philharmonic bestimmen. Das Orchester, das als eines der besten der Welt gilt, wolle im Frühjahr nächsten Jahres ein ganzes Bach-Festival veranstalten, sagte Chefdirigent Alan Gilbert am Mittwoch in New York.
"Bach wurde lange nicht von großen Orchestern gespielt, aber da gehört er eigentlich hin", sagte Gilbert. "Er wird unterschätzt. Wenn man Musiker fragt, was sie mehr spielen wollen, sagen ganz viele: Bach!" Weltklassepianist Andras Schiff meinte per Videobotschaft: "Große Orchester haben Bach vergessen. Dabei ist er der Gründervater unserer klassischen Musik. Es gab auch vorher gute Musik. Aber alles, was danach gemacht wurde, hatte irgendeinen Bezug zu Bach." Der deutsche Komponist sei ein Bruch in der Musikgeschichte gewesen: "Er war der Höhepunkt des bisher Dagewesenen und der Startpunkt für eine ganz neue Musikepoche."
Gilbert räumte ein, dass Bach nicht einfach zu spielen sei. "Aber er ist ein Komponist, der Interpretation verträgt und es gibt so wunderbare Möglichkeiten, ihn zu spielen." Neben Gilbert sollen auch Schiff, Masaaki Suzuki und Bernanrd Labadie am Pult stehen.
Ein weiterer Schwerpunkt der im Herbst beginnenden Saison sollen amerikanische Komponisten sein wie Leonard Bernstein, Aaron Copland und Charles Ives. "Die vierte Symphonie von Ives ist mir ein besonderes Anliegen", sagte Gilbert. "Sie ist eines der größten Musikstücke unserer Zeit. Dabei ist sie schon ein Jahrhundert alt, aber immer noch so modern, so frisch, als wäre sie gerade erst entstanden."
Auch in diesem Jahr wurden wieder zwei "Artists in Residence" gekürt. Das Stipendium für Komponisten soll der Amerikaner Christopher Rouse erhalten. Das für Künstler geht an Emanuel Ax, einen in der Ukraine geborenen, in Polen und Kanada aufgewachsenen und seit 50 Jahren in New York lebenden Pianisten.













