Theaterregisseur Thomas Langhoff gestorben

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Der Regisseur und langjährige Intendant des Deutschen Theaters, Thomas Langhoff, ist am Samstag im Alter von 73 Jahren gestorben. Das teilte das Berliner Ensemble am Abend mit. Langhoff, der als Mann für das klassische Fach galt, wurde 1938 im Schweizer Exil in Zürich geboren und stammte aus einer Theaterfamilie. Die Liste seiner Inszenierungen ist lang.
"Die großen Realisten der Dramatik Tschechow, Ibsen, Gorki, Hauptmann, Strindberg waren sein Lebensthema", schreibt das Berliner Ensemble in seiner Aussendung. Die letzte Arbeit von Langhoff, die Inszenierung von Tschechows "Der Kirschgarten", hatte vor vier Monaten Premiere am Berliner Ensemble gefeiert. Das Theater spielte das Stück auch am Todestag.
Langhoff kam 1948 nach Ost-Berlin, seine Schauspielausbildung absolvierte er in Leipzig. Seine Bühnenkarriere begann am Hans Otto Theater in Potsdam. Zu seinen Bühnen gehörten das Maxim Gorki Theater in Berlin und die Münchner Kammerspiele. Am Deutschen Theater war er zehn Jahre Intendant. Beim Berliner Theatertreffen war er mit sechs Stücken eingeladen. Für das Fernsehen drehte Langhoff Filme wie "Guten Morgen, du Schöne" nach dem Buch von Maxi Wander. In den letzten zehn Jahren war, neben Gast-Inszenierungen in Wien und München, das Berliner Ensemble seine künstlerische Heimat. Am Burgtheater hatte er zuletzt in der Saison 2007/08 das Großprojekt "Wallenstein" realisiert.
Langhoff gehörte zu den "herausragenden Regisseuren unseres Landes", wie Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit es bei der Verleihung des Berliner Kunstpreises 2010 formulierte. Es war die letzte Auszeichnung für den Regisseur, der unter anderem den Nationalpreis der DDR II. Klasse für Kunst und Literatur (1984), den Deutschen Kritikerpreis (1990), die Wiener Josef-Kainz-Medaille (1992) und den Verdienstorden des Landes Berlin (1995) sein Eigen nannte.















