Österreichisches Kabarettarchiv bleibt in Graz
Das Österreichische Kabarettarchiv (ÖKA) bleibt in Graz: Die Stadt beschloss dieser Tage, dem herbergssuchenden Spezialarchiv, dessen Abwanderung nach Deutschland drohte, Räumlichkeiten im Dachgeschoß des Literaturhauses zur Verfügung zu stellen. Außerdem wurden von Stadt und Land Mittel für Betrieb und Forschung zur Verfügung gestellt.
Das Archiv ist dieser Tage in die Räumlichkeiten im Literaturhaus in der Elisabethstraße übersiedelt, der Nutzungsvertrag wurde mit dem Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung der Universität Graz abgeschlossen. Der Betrieb werde voraussichtlich Mitte März wieder aufgenommen werden können, so Iris Fink vom ÖKA am Samstag auf APA-Anfrage.
Außerdem hat die Stadt für 2012 eine Förderung in der Höhe von 22.000 Euro bewilligt, kürzlich kam auch die Zusage vom Wissenschaftsressort des Landes über 12.000 Euro. Zusammen mit 10.000 Euro aus dem Kulturressort ist der Betrieb nun für 2012 laut Fink gesichert. Weiter offen sei allerdings noch eine Beteiligung des Bundes an der national konzipierten Archiv- und Forschungseinrichtung. Als Arbeitsschwerpunkte für heuer geplant sind die Publikationen "Verdrängte Jahre" und "Lachen im Keller", das Forschungsprojekt "Egon Friedell - Kabarett und Kulturhistoriker" sowie eine dem Thema "Exil" gewidmete Ausstellung, die in Graz und London zu sehen sein wird.
Das im Jahr 2000 in Graz gegründete und seither immer wieder mit Existenzproblemen kämpfende ÖKA war von 2004-2010 im oststeirischen Straden untergebracht und hatte danach in einem Ausweichquartier in Graz Unterschlupf gefunden. Aus der Option einer Eingliederung in das Universalmuseum Joanneum wurde nichts, auch mit dem Landesarchiv wurde man nicht handelseins, sodass in Ende 2011 eine Überführung der Archivalien ins Deutsche Kabarettmuseum Mainz im Raum gestanden war.















