Bau von Guggenheim-Museum in Helsinki befürwortet
Die Guggenheim-Stiftung befürwortet den Bau eines Guggenheim-Museums in Helsinki. Das Museum sollte sich stärker als die anderen Guggenheim-Museen auf Design und Architektur konzentrieren, so die Stiftung in einer am Dienstag vorgelegten Konzept- und Machbarkeitsstudie. Eine endgültige Entscheidung ist allerdings noch nicht getroffen.
Das Museum würde laut dieser Studie keine eigene große Sammlung haben und jährlich zwei bis drei große und drei bis fünf kleinere Ausstellungen zusammenstellen. Die Baukosten des Museums mit einer Gesamtgrundfläche von 12.000 Quadratmetern veranschlagt die Guggenheim-Stiftung auf 140 Millionen Euro. Rund eine halbe Million Besucher soll das Museum jährlich anziehen, etwa 300.000 davon aus Finnland, so die von der Stadt Helsinki in Auftrag gegebene Studie.
"Das ist eine fantastische Möglichkeit, die wir ergreifen sollten", sagte Bürgermeister Jussi Pajunen. "Wie die Studie gezeigt hat, würde ein Guggenheim-Museum einen besonderen Platz in der kulturellen Landschaft Finnlands einnehmen."
Das neue Guggenheim-Museum wäre Teil des Guggenheim-Netzes in Europa, zu dem derzeit Bilbao, Venedig und Berlin gehören. Sowohl die Stadtverordnetenversammlung von Helsinki als auch die Guggenheim-Stiftung müssen dem Projekt noch zustimmen. Geben sie grünes Licht, dann könnte im kommenden Jahr ein Architekturwettbewerb durchgeführt und das Museum seine Pforten 2017 oder 2018 öffnen.
Auch in Salzburg war in den 1990er Jahren ein Guggenheim-Museumsprojekt im Mönchsberg diskutiert worden, das letztlich jedoch nicht zustande kam. Bilbao glückte mit dem 1997 eröffneten futuristischen Guggenheim-Museum von Frank Gehry der große Wurf. Das Gebäude wurde zum neuen Wahrzeichen der baskischen Industriemetropole und zieht jährlich rund eine Million Besucher an.















