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    Zuletzt aktualisiert: 22.02.2012 um 22:00 UhrKommentare

    Wenn die Blüten flott erblühen

    Am Klagenfurter Stadttheater ist das von Josef Ernst Köpplinger klassisch und zugleich flott inszenierte Musical "My Fair Lady" ein veritabler Publikumsrenner.

    Gefeierte Stadttheater-Premiere von "My Fair Lady"

    Von "Es grünt so grün" bis zu "Ich hätt' getanzt heut Nacht": Diese unsterblichen Ohrwürmer aus der Feder von Frederick Loewe wie auch die ungemein geistreich-witzigen Dialoge von Alan Jay Lerner sind es, die "My Fair Lady" weltweit zu einem der beliebtesten Musicalklassiker gemacht haben. Zudem ist die auf George Bernard Shaw's "Pygmalion" basierende Geschichte genial und witzig gebaut und auch in der Wiener Fassung von Gerhard Bronner ein risikoloser "Selbstläufer".

    Darauf vertraut offenbar Josef Ernst Köpplinger, denn er inszeniert diesen Musicalhit am Stadttheater Klagenfurt klassisch konventionell: ohne Experimente, eng am Original und am berühmten Film, detailreich, flott und mit untrüglichem Gespür für Pointen. Unterstützt wird dis durch die mitreißende Choreographie von Karl Alfred Schreiner. Ebenfalls klassisch realistisch und sehr ästhetisch sind die Kostüme (Marie-Luise Walek) und die Bühnenbilder (Rainer Sinell), die schnelle Verwandlungen - von Covent Garden zum Higgins Haus, zum Rennplatz im Ascot und dem Pub, wo Alfred P. Doolittle seine Schnapsorgien feiert - erlauben. Gerhard Ernst in der Partie dieses "größten Moralisten von England" ist ein köstlicher Urkomödiant. Als seine Tochter Eliza steht natürlich Titelheldin Nadine Zeintl im Mittelpunkt.

    Schon Mörbisch-erfahren ist sie nicht nur wunderbar spielend und singend als Blumenmädchen mit ihrem ordinär-frechen Charme überzeugend, sondern vermag auch später damenhafte Eleganz zu verströmen. Geradezu Lachstürme provoziert ihr erstmaliges Auftreten als "Lady" in Ascot. Matthias Freihof kann als ihr wortdeutlicher Sprachlehrer Professor Henry Higgins seine anfänglich zurückhaltende Präsenz bald steigern und den selbstgefälligen, zynischen Macho und eingefleischten Junggesellen auch in seinem gekonnten Sprechgesang ideal hervorkehren. Rudolf Zollner gibt einen liebenswerten Oberst Pickering mit rhythmischen Problemen beim Sprechgesang. Der junge, sehr begabte Christof Messner (Sieger des MUT Bewerbes) ist Freddy, Lotte Ledl die noble Higgins-Mutter, Hanne Rohrer die hoheitsvolle Mrs. Pearce. Untadelig: der Chor (Günter Wallner) und die kleineren Rollen.

    Schmissige, beinahe militärisch knallige Töne und (teils zu) flotte Tempi ertönen aus dem Graben. Leider lässt es John Owen Edwards im Kärntner Sinfonieorchester auch an Eleganz, schwebender Leichtigkeit und Charme fehlen.

    "Die beste ?My Fair Lady' seit der Uraufführung", so umschmeichelte kein Geringerer als Maximilian Schell die neue Produktion nach der Premiere. Der Oscarpreisträger hat immerhin die Originalproduktion am New Yorker Broadway miterlebt und den Higgins über 200 Male gespielt. Standing Ovations!

    HELMUT CHRISTIAN

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