Ars Electronica spürt Linzer Finanzsorgen
Ars Electronica bekommt 2012 die Linzer Finanzprobleme zu spüren: Die städtischen Zuschüsse werden auf 3,87 Millionen Euro reduziert und damit um eine knappe Mio. geringer ausfallen als in den vergangenen Jahren. Für 2013 sei aber wieder eine Förderung in größerem Ausmaß in Aussicht gestellt worden, berichtete Aufsichtsratschef Vizebürgermeister Erich Watzl am Dienstag.
Die Besucherzahl im Ars Electronica Center (AEC) soll bis Jahresende um voraussichtlich rund zehn Prozent auf 178.000 steigen. "Die tüchtige Tochter liefert einen Beitrag zur Familie", kommentierte Kulturreferent Watzl mit einem "weinenden Auge" die geringere Förderung. Sollten die städtischen Zuschüsse nach 2012 nicht wieder im Bereich von 4,8 Mio. Euro liegen, müsse es Veränderungen bei Ausstellungen, dem Projektgeschäft sowie in der Personal- und Organisationsstruktur geben.
"Man kann das genau einmal machen, dann ist die Munition verschossen", betonte der kaufmännische Geschäftsführer Diethard Schwarzmair in Richtung der Stadt. Die Ars Electronica muss im kommenden Jahr ein negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von geschätzten 750.000 Euro ausweisen, zum Ausgleichen der Bilanz sollen Rücklagen verwendet werden.
Für heuer berichtete Schwarzmair von einer "sehr guten Performance": Die Eigenmittel stiegen von 1,2 auf 1,3 Mio. Euro, die entsprechende Quote von 16,9 auf 17,4 Prozent. Ins Jahr 2009 sei man noch mit negativem Eigenkapital gestartet, erinnerte der Geschäftsführer an die finanzielle Misere der Vergangenheit. Mit einem Plus bei den Gesamterträgen von 13,7 Prozent auf 12,6 Mio. Euro werde Ars Electronica heuer zum dritten Mal in Folge ein positives Ergebnis erzielen. Im Jahresdurchschnitt 2011 waren 182 (2010: 168) Mitarbeiter beschäftigt, im kommenden Jahr soll die Zahl auf 195 steigen.















