Freie Kulturszene lädt zum "Wiederaufbau"
Eine Tagung mit dem Titel "Wiederaufbau", die am kommenden Freitag und Samstag in Villach stattfindet, nimmt die Kärntner Kulturpolitik ins Visier.
"Wiederaufbau" lautet der Titel ein Symposiums, das kommenden Freitag und Samstag im Villacher Kulturhofkeller neue "kulturpolitische Perspektiven" für Kärnten entwerfen möchte. Hintergrund der Tagung ist das finanzielle Siechtum der freien Kulturszene, die von der heimischen Kulturpolitik weitgehend ignoriert werde. Jüngstes Indiz: "Während das Symposion vom Bundesministerium und den Städten Klagenfurt und Villach unterstützt wird, zeigte die Kulturabteilung des Landes nicht einmal an einem Gesprächstermin Interesse und lehnte eine Unterstützung wie auch die Teilnahme mit den hinlänglich bekannten standardisierten Absageschreiben ab", beklagen die beiden Veranstalterinnen Brigitte Strasser und Simone Dueller.
Als Gegenmaßnahme "zur katastrophalen Kulturpolitik im Land" haben sich daher einige Kulturinitiativen - darunter das Musikforum Viktring, das "klagenfurter ensemble" oder das Humorfestival Velden - zur "ARGE freie Kulturarbeit" zusammengeschlossen. Mithilfe von international tätigen Experten möchte man aufzeigen, "wie autonome Kulturinitiativen unter widrigen Rahmenbedingungen nicht nur überleben, sondern sich auch weiterentwickeln und neue Freiräume erobern können".
Den Abschluss des Symposiums bildet am Samstag (20 Uhr) eine Podiumsdiskussion mit Doris Moser als Moderatorin. Unter dem Titel "status quo vadis" diskutieren u.a. Andreas Staudinger, Ludwig Druml (Alte Post Feistritz/Gail), Zdravko Haderlap (a-Zone Leppen), Angelika Hödl (IG KIKK) und Rainer Zendron (Kunstuni Linz). Anschließend gibt es einen FM4-Abend mit Fritz Ostermayer und Thomas Edlinger.
Features
Wiederaufbau
Kulturhofkeller Villach, Lederergasse 15; Beginn: Freitag, 16 Uhr. Die Teilnahme am Symposion ist kostenlos. Anmedlung via E-mail: simone@kulturhofkeller.at















