Nachts spukt es sich besser als bei Tag
"Das kleine Gespenst": Die Kinderoper nach Otfried Preußlers gleichnamigem Buch auf der Studiobühne "Wilder Mann" in Graz.
"Geisterstunde, Geisterrunde, Mitternacht ist da", schallt es aus der silbernen Mondsichel auf Birgit Kellners fantasievoller Bühne im Studio "Wilder Mann". Dort träumt "Das kleine Gespenst" von einem Ausflug in den hellen Tag. Doch "Nachtschattengewächse soll man nicht in die Sonne stellen", warnt der Uhu in Walther Soykas Kinderoper (Libretto: Bernhard Studlar) nach dem gleichnamigen Kinderbuch-Klassiker und Bestseller von Otfried Preußler.
Flugs erobert die entzückende Protagonistin und glockenklare Sopranistin Theresa Dlouhy bei der Uraufführung die Herzen der Kinder. Mit tief sägendem Bass und köstlichen Schmähs begeistert der Grazer Opernliebling Wilfried Zelinka unter beherzter Regie von Jevgenij Sitochin.
Raffinierte, atmosphärisch dichte Klangeleganz von Flöte, Klarinette, Akkordeon und Robert Hofmanns schaurig zum Schwingen gebrachtes Theremin runden das feine kleine Musik-Abenteuer der Wiener Taschenoper und der Oper Graz ab.














