Umfassende Magritte-Schau in der Albertina

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"Ich habe nichts Interessantes zu sagen: Ich versuche nur, unfassbare Bilder zu sammeln." Dieses Zitat von Rene Magritte empfängt den Besucher der großen Magritte-Ausstellung der Albertina, die in den Kahn Galleries ab Mittwoch 150 Gemälde und Zeichnungen sowie 117 Plakate, Filme, Bücher, Skulpturen und andere Medien präsentiert.
Dem weltberühmten belgischen Surrealisten (1898-1967) ist die laut Albertina-Chef Klaus Albrecht Schröder bisher größte Schau des Hauses gewidmet. "Wer Rene Magritte kennenlernen will - in dieser Ausstellung ist es nachhaltig möglich", meinte Schröder am Dienstag bei der Presseführung und freute sich u.a. darüber, mit "Der bedrohte Mörder" nun eines seiner drei, vier Lieblingsbilder der Kunstgeschichte in der Albertina zeigen zu können.
Magritte sei "ein Künstler, der uns eigentlich viel zu bekannt ist", sagte Christoph Grunenberg, der scheidende Direktor der Tate Liverpool, doch er sei auch "ein Künstler, den es wiederzuentdecken gilt". So zeige die in Kooperation entstandene Ausstellung Magritte "in einem neuen Licht", etwa "als einen Künstler, der ganz früh seine Formensprache entdeckt". In Liverpool hatte die Ausstellung noch "The Pleasure Principle" geheißen. In Wien verzichtet man nun auf das bereits angekündigte "Lustprinzip" im Titel. Schließlich waren die Erkenntnisse des Sigmund Freud für Magritte erstaunlicherweise ohne Bedeutung.
Die von Gisela Fischer, Grunenberg und Darren Pih kuratierte Retrospektive versucht den Spagat zwischen chronologischer Anordnung und thematischer Vertiefung. Was von mehr als 90 Leihgebern zusammengetragen wurde, ist eine Überfülle tatsächlich "unfassbarer Bilder", von ersten surrealistischen Tableaus, die stark an De Chirico erinnern, über Ikonen wie "Der Verrat der Bilder" ("This is not a pipe"), der neben einem unter einer Käseglocke aufgestellten Käse-Bild ("Dies ist ein Stück Käse") präsentiert wird, dem "Bedrohten Mörder" oder dem "Reich der Lichter" bis zu seiner "Periode vache", die zum endgültigen Bruch mit den französischen Surrealisten führte.
Eine Reihe von "Fantomas"-Groschenromanen und "Pinkerton"-Krimiheftchen werden als Inspirationsquelle seiner Motive ebenso gezeigt wie seine Werbe-Arbeiten oder seine erotischen Illustrationen zu George Bataille. Magritte habe sich der Interpretation durch traditionelle Ikonographie und Symbolsprache verweigert, sagte Kuratorin Fischer: "Er hat immer wieder beteuert, er sehe sich weniger als Maler denn als Denker."














