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    Zuletzt aktualisiert: 01.11.2011 um 12:52 UhrKommentare

    Gelungener Auftakt des Cleveland Orchestra

    Foto © APA

    Erwartungsgemäß umjubelt wurde am Montag im Wiener Musikverein das erste von vier Konzerten des Cleveland Orchestra unter seinem Musikdirektor Franz Welser-Möst. Wirkte der Auftakt mit Richard Strauss' "Metamorphosen" noch nervös und reichlich angestrengt, so konnte sich anschließend bei Mozarts c-Moll-Messe die ganze, gewaltige Pracht des Klangkörpers entfalten.

    Orchester-Residenzen oder Tourneen sind in Krisenzeiten wie diesen kaum noch zu finanzieren. Umso höher muss man schätzen, dass das Cleveland Orchestra - immerhin eines der "Big Five" neben der New York Philharmonic, den Symphonie-Orchestern von Boston und Chicago und dem Philadelphia Orchestra, das erst kürzlich durch einen Konkurs und anschließenden Neustart die prekäre Situation unterstrich - nun bereits zum fünften Mal seit 2003 zu einem längeren Aufenthalt in Wien eingeladen wurde. Die lange Liste der Personen und Institutionen, denen im Programmheft für die Unterstützung dieser Residenz gedankt wird, unterstreicht den finanziellen Kraftakt, den so ein Vorhaben bedeutet.

    Die "Metamorphosen" für 23 Solostreicher machten allerdings noch nicht wirklich glücklich. Die Vorzüge dieses Strauss'schen Spätwerks, die Tragik des zeitlichen Umfelds des gegen Ende des Zweiten Weltkriegs fertiggestellten Stücks, waren nur in Ansätzen hörbar, ein gemeinsames künstlerisches Wollen kaum nachvollziehbar. Da zeigte das mit viel Weltlichkeit durchwobene Gotteslob der Mozart-Messe einen deutlich kräftigeren gemeinsamen Impetus.

    Imposant, mit welcher Souveränität Welser-Möst, der nun bereits im zehnten Jahr oberster Clevelander ist, diese Fülle an musikalischem Material und Personal zu ordnen wusste und bei aller gemeinsamen Wucht doch Raum für solistische Momente schaffen konnte. Dennoch standen weder das Orchester noch die Solisten Malin Hartelius, Juliane Banse, Martin Mitterrutzner und Ruben Dole im Mittelpunkt, sondern der von Johannes Prinz ausgezeichnet disponierte Wiener Singverein, auf den die Gesellschaft der Musikfreunde zu Recht stolz sein kann.

    Als blendender Partner erwies sich dabei einmal mehr der Wiener Singverein.

    Quelle: APA

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