190.000 Besucher bei Da Vincis "Dame mit Hermelin"

Foto © APA
Leonardo da Vincis berühmte "Dame mit dem Hermelin" hat bei ihrem knapp zehnwöchigen Aufenthalt in Berlin rund 190.000 Besucher angezogen. In der Nacht von Montag auf Dienstag sollte das wertvolle Gemälde still und leise aus der Renaissance-Ausstellung im Bode-Museum verschwinden. "Es wird eingepackt und auf den Weg nach London gebracht", sagte eine Sprecherin am Montag.
Am letzten Tag stellten sich ihren Angaben zufolge die ersten Besucher um 6.00 Uhr am Museum an, um noch eine Karte zu ergattern. Schon um 09.00 Uhr - eine Stunde vor Kassenöffnung - musste die Schlange gestoppt werden. Wer später kam, hatte kaum noch eine Chance auf ein Ticket. Aus Raum- und Sicherheitsgründen werden immer nur 300 Menschen gleichzeitig in die Ausstellung gelassen. Für den Endspurt waren die Öffnungszeiten bis Mitternacht verlängert worden.
Die Ausstellung "Gesichter der Renaissance" geht ohne das Hermelin-Bild noch bis zum 20. November weiter. Insgesamt sind 150 Meisterwerke der frühen italienischen Porträtkunst zu sehen.
Die publikumsträchtige "Dame", die der Krakauer Czartoryski-Stiftung gehört, war seit August Glanzstück der Schau. Die Stiftung hatte sie schon vor der Vereinbarung mit den deutschen Museumsmachern der National Gallery in London zugesagt. Dort ist sie vom 9. November bis 5. Februar 2012 in einer großen Da-Vinci-Ausstellung zu sehen, ehe sie zurück in ihre polnische Heimat geht. Für die nächsten zehn Jahre gilt dann ein Reiseverbot.














