Gestohlener libyscher Kunstschatz in Ägypten
Wertvolle, während der Revolution in Libyen gestohlene Kunstschätze sollen sich nach Informationen der BBC in Ägypten befinden. Wie der britische Nachrichtensender am Montag berichtete, seien mehr als 7.000 antike Münzen und andere Altertümer im Mai während der andauernden Kämpfe zwischen libyschen Regierungstruppen und Rebellen aus einer Bank in Benghazi geraubt worden.
Mehrere hundert Münzen seien nun nach Angaben des libyschen Nationalen Übergangsrats in Ägypten aufgetaucht. Die als "Schatz von Benghazi" bekannte Sammlung von antiken Münzen, Statuetten und Schmuckstücken bestand aus mehr als 10.000 Stücken. Der Schatz befand sich lange Zeit in Italien und wurde erst nach der Unabhängigkeit Libyens im Jahr 1961 zurückgegeben. Seitdem wurden die nicht dokumentierten Gegenstände in den Tresoren einer Bank gelagert und scheinbar vergessen, sagte der Vorsitzende des Museums von Tripolis, Saleh Algab. Ein geplantes Museum wurde nie gebaut.
Die Diebe hätten es auf die wertvollsten Stücke der Sammlung abgesehen, sagte Libyens Minister für Altertümer Fadel al-Hasi der BBC. Es bestehe außerdem der Verdacht, dass Bankangestellte an dem Raub beteiligt waren. Interpol wurde im Juli informiert, seitdem würden internationale Antiquitätenmärkte überwacht. Einige hundert Münzen seien nun nach noch unbestätigten Berichten in Ägypten aufgetaucht, sagte der Minister. Auch auf Bengasis Goldmarkt sollen einige der Münzen gelandet sein, hieß es.















