Qualität des Essentiellen
Die Sammlung Forberg trumpft nicht auf, fasziniert aber umso mehr.
WIEN. Es ist eine sehr persönliche Sammlung, welche Mathias und Eva Forberg der Wiener Albertina als Dauerleihgabe überlassen haben. Keine mit Großformaten auftrumpfende Kollektion, viel mehr eine höchst liebevolle Zusammenstellung und behutsame Erweiterung von Kunst-Kleinoden, welche von Mathias Forbergs Vater Kurt ab den 1950er- Jahren erworben worden waren. Und die nach seinem Tod leider nicht in ihrer Gesamtheit erhalten werden konnten.
Paul Klee ist ein zentraler Künstler der Sammlung, die auch als "Rest" (mit einigen Ergänzungen aus den ursprünglichen Beständen) beeindruckt. Womit die Albertina mit der generösen Klee-Schenkung Carl Djerassis über ein beachtliches Konvolut an Arbeiten des Schweizer Bildpoeten (1879-1940) verfügt.
Neben Klee sind es vor allem Künstlerinnen und Künstler des "Blauen Reiters", der "Brücke" und solcher aus dem Umkreis des Bauhaus, welche mit exzellenten Beispielen ihres Schaffens vertreten sind. Eher als Einzelgänger zu bezeichnende Künstler wie der noch immer zu wenig beachtete Julius Bissier (1893-1965) fehlen nicht. Dessen luftige Papierarbeiten werden im Umfeld von Werken Oskar Schlemmers, Pablo Picassos, Georges Braques, Fernand Légers, Wassily Kandinskys und Klees präsentiert. Künstler, die Bissier, der mit Bildern aus dem Geist von Albrecht Altdorfer und Matthias Grünewald begann, wesentlich beeinflusst hatten.
Das späteste Werk ist ein "Concetto spaziale" (1960) von Lucio Fontana (1899-1968). Ein zunächst überraschendes, letztlich in seiner Konzentriertheit aber logisches Exponat. WT
Zwischentöne. Die Sammlung Forberg. Bis 22. Jänner. Albertina Wien. www.albertina.at














