Der letzte der "3 Spitzbuben" ist tot
Das letzte Mitglied der Wiener Heurigen-Kabarettgruppe "Die 3 Spitzbuben" ist tot. Helmut Reinberger ist Sonntagnachmittag 80-jährig in einem Wiener Spital einem Krebsleiden erlegen. Das bestätigte seine Witwe der APA. Gemeinsam mit Helmut Schicketanz (gestorben 1975) und Toni Strobl (gestorben 2006) bildete er 1953 bis 1972 das legendäre Musik-Kabarett-Trio.
Später war Reinberger mit Bill Grah und Peter Peters als "Die Schmähtandler" unterwegs, nach 1982 mit Toni Strobl und Rudi Kandera als "Toni Strobl und seine Spezis" und mit Peter Peters und Rudi Kandera als die "Stehaufmandln". Reinberger wurde am 30. August 1931 in Wien geboren. Nach dem Abschluss der Schule erlernte er den Beruf des Schriftsetzers, den er aber nie ausüben sollte. Von 1947 bis 1950 begeisterte er als Musiker unzählige amerikanische Soldaten in verschiedenen Clubs in Wien. 1950 wurde er Mitarbeiter der Postverwaltung. Seine Musikerkarriere startete er im Nebenberuf.
Gemeinsam mit Hermann Bochdansky gab Reinberger 2008 im Verlag "Der Apfel" das Buch "Das Wien der 3 Spitzbuben" heraus, in dem an die unnachahmliche Mischung aus Heurigenmusik, Stegreifkomik und Pawlatschen-Theater erinnert wurde. "Mit ihren Parodien lösten sie die schnulzigen Zuckerwattetexte der gängigsten Schlager - heute würde man sagen: Pop-Hits - in Gelächter auf", schrieb der langjährige "Krone"-Adabei Roman Schliesser im Vorwort.














