Muti setzt sich für Zusammenhalt Europas ein

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Der italienische Stardirigent Riccardo Muti will sein musikalisches Wirken in Zukunft noch verstärkt in den Dienst seines sozialen Engagements stellen und für den Zusammenhalt Europas einsetzen. Der 70-Jährige sagte vor der Verleihung des diesjährigen Birgit-Nilsson-Preises in Stockholm, er wolle in den kommenden Jahren weiterhin die "Macht der Musik" im Sinne der Völkerverständigung einsetzen.
Die Musik sei eines der wichtigsten Elemente um vorzubeugen, dass "die Identität unseres Europa nicht zusammenbricht". Was er mit dem Preisgeld - der Birgit-Nilsson-Preis ist mit einer Million Dollar (726.427 Euro) einer der höchstdotierte Musikpreise der Welt - machen wird, hielt der Stardirigent geheim.
Er wolle nicht sagen inwieweit er vorhabe, die Summe für wohltätige Zwecke einzusetzen. Geld betrachte er als Privatsache: "Ich möchte nicht damit Werbung machen, indem ich anderen helfe. Man kann vulgär sein, aber nicht so vulgär", sagte Muti.
Die Zuerkennung des Birgit-Nilsson-Preises habe ihn insbesondere deswegen berührt, weil die Nilsson eines seiner Sänger-Idole früherer Jahre gewesen sei. Der andere sei der schwedische Tenor Jussi Björling gewesen, der ihn mit seiner Art, wie er seine Stimme einsetzte, besonders beeindruckt habe. Der 2002 verstorbene Gösta Winbergh und Nicolai Gedda seien weitere Beispiele für Ausnahmesänger, die Schweden der Opernwelt geschenkt hätten, so Muti.
Am Abend soll der italienische Dirigentenstar im Rahmen einer festlichen Zeremonie in der Königlichen Oper in Stockholm den Birgit-Nilsson-Preis von König Carl XVI Gustaf überreicht bekommen. Der Preis bezieht seine Mittel aus dem Nachlass der schwedischen Opernsängerin Birgit Nilsson. Er wird im Schnitt alle zwei bis drei Jahre verliehen.















