Rekordpreis für Renaissance-Gemälde im Dorotheum
Nachdem das Wiener Auktionshaus Dorotheum schon zum Auftakt der Auktionswoche mit Versteigerungen von Gemälden des 19. Jahrhunderts "zahlreiche Weltrekorde" vermeldet hat, wurde am Mittwoch erneut ein Bild um einen Rekordpreis ersteigert. Als bisher teuerstes Bild der Renaissance-Malerin Sofonisba Anguissola erzielte ein Porträt von Erzherzogin Johanna von Österreich einen Preise von 283.300 Euro.
Der Kaufpreis lag "nach einem dramatischen Bietgefecht" um ein Vielfaches über dem Schätzwert, so das Auktionshaus in einer Mitteilung. Auf dem strengen Bildnis ist Johanna mit einem Medaillon zu sehen, das wiederum ihren Vater Karl V. zeigt, und ist laut Dorotheum eines der raren Werke Anguissolas am Kunstmarkt. Zu den Freunden und Bewunderern von Sofonisba Anguissola sollen unter anderem Michelangelo, Rubens und van Dyck gezählt haben.
Weitere Toplose am Mittwoch: Die vielfigurige Szene "Anbetung der Hirten" von Joachim Wtwael, dem ersten Vertreter des Manierismus in den Niederlanden wurde um 306.300 Euro ersteigert. Die entführte Europa von Marcantonio Franceschini war mit 237.300 Euro erfolgreich, Rebecca von Giovanni Antonio Pellegrini mit 179.800 Euro und eine mit ihren Söhnen abgebildete Herzogin von Sforza, gemalt von Scipione Pulzone da Gaeta, erreichte 191.300 Euro.















