Expermintelle Klangkunst bei Festival "Kontraste"
Das Festival "Kontraste" in Krems zeigt sich in neuem Gewand: Ein sechsköpfiges Team des Amsterdamer Festivals Sonic Acts macht von 14. bis 16. Oktober den mittelalterlichen Klangraum Krems Minoritenkirche zu einem Hotspot experimenteller Klangkunst, zeitgenössischer Musik und artverwandter Kunstformen.
Unter der Leitung der in der niederösterreichischen Bezirksstadt geborenen Kuratorin Annette Wolfsberger und des niederländischen Künstlers und Kurators Lucas van der Velden erforscht "Kontraste 2011" an diesem dicht programmierten Wochenende auch an anderen Spielorten in der Stadt und der Wachau imaginäre Landschaften, geschaffen von Komponisten, Filmemachern, Musikern und Künstlern. Mit "LSP", einer Laser- und Klangperformance von Edwin van der Heide, erfolgt am Freitagabend bei freiem Eintritt die Eröffnung am Minoritenplatz.
Als besonderes Hörerlebnis werden in der Minoritenkirche Klanglandschaften angekündigt, die auf dem Acousmonium entstehen, einem Orchester aus 80 Lautsprechern, das seinen Ursprung im Paris der späten 70er-Jahre mit der GRM (Groupe de Recherches Musicales) hatte. Vertreten sind u.a. die Pioniere der elektronischen Musik wie Iannis Xenakis, Ivo Malec, Luc Ferrari oder Gottfried Michael Koenig. Weiters bringt die als Wegbereiterin der elektronischen Musik geltende Eliane Radigue ihre Komposition " L'île Re-sonante" mit dem Acousmonium zur Aufführung, das Duo KTL (Peter Rehberg, Stephen O'Malley) zeigt ein Auftragswerk.
Bei Christina Kubischs Electrical Walks wird die Stadt aus dem "Erhören" elektromagnetischer Felder erlebt, die beispielsweise Bankomaten oder Sicherheitssysteme umgeben. Bei Zugfahrten nach Dürnstein entstehen flüchtige Symphonien, die Passagiere dieser Soundtour werden Teil eines reisenden Films. An allen Festivaltagen ist Edwin van der Heides und Jan-Peter Sonntags immersive Installation "Extended Atmospheres" zu erleben, eine Re-Interpretation von György Ligetis Komposition "Atmospheres". Ein Symposium "Fiktive Landschaften und das Aelectrosonic" (u.a. mit dem Medienkunst-Theoretiker und Historiker Douglas Kahn) und ein begleitender Katalog mit Essays ergänzen das Programm.















