Poetisch-frische Stadtporträts
In ihrer Fotoserie "Graze" vermisst Lea Titz die Murmetropole neu.

Foto © PrivatArbeit von Lea Titz
GRAZ. Auf Schleichwegen oder Touristenpfaden, per pedes oder Cabriobus: Es gibt viele Arten, Graz zu entdecken. Im Rahmen des EU-Projekts "citybooks", das vom Verein next in die Steiermark geholt wurde, erfolgte die Erkundung nun mit Texten, Kamera und Zeichenstift. Milena M. Flasar, Onno Kosters, Simone Lenaerts, Andrea Stift und Werner Schandor haben literarische Blicke auf Graz geworfen. Die Fotografin Lea Titz hat ausgehend von den Texten und eigenen Zitaten starke Stadtporträts geschaffen.
"Graze" nennt Titz ihre großformatige Bilderserie. Die Grazer Künstlerin, Jahrgang 1981, deren vielseitiges Werk zuletzt in einer Personale des Stadtmuseums zu sehen war, hebt darin verschiedene Aspekte der Murmetropole hervor, indem sie andere übermalt. Die Schwarz-Weiß-Fotografien, die vom Schloßberg aufgenommen und mit einem dichten Liniennetz überzogen wurden, zeigen die Mur, das Rathaus, Hochhäuser. "Hinter jedem Fenster ein Leben, einem wehenden Vorhang gleich", schreibt Flasar.
Prägnante Texte kommen auch von Titz: "Feigenbaum und Feinstaub: Geschwister im Grazer Becken", heißt es zu einem Bild. Zu einem anderen liest man: "Es ist groß! Es ist klein! Es muss wohl verschiedene geben: Graze."
Poetisch-aufgeweckte Bilder zu ebensolchen Texten - so sieht und entdeckt man Graz gerne.













