Kontrollamt fand Schimmel in Wien-Museum
Während die Standortentscheidung für den angekündigten Neubau des Wien-Museums nach wie vor auf sich warten lässt, hat Direktor Wolfgang Kos wiederholt den schlechten Zustand des bestehenden Gebäudes am Karlsplatz beklagt. Sein Befund wird nun vom Kontrollamt (KA) bestätigt. Die Prüfer orten in einem aktuellen Bericht einen "über einen längeren Zeitraum anstehenden Sanierungsbedarf".
Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit des Haertl-Baus wurden als eingeschränkt erkannt. Als dringendste Maßnahme sah das KA die Entfernung von Schimmelpilz.
Die Prüfer hielten fest, dass regelmäßige Überwachungsmaßnahmen im Rahmen der Bauwerkserhaltung zwar durchgeführt, "die sich daraus ergebenden Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen jedoch nicht im notwendigen Ausmaß eingeleitet" worden seien. Daraus ergaben sich nicht bloß unappetitliche, sondern mitunter auch gesundheitsgefährdende Folgen. So waren - hervorgerufen etwa durch mangelnde Luftzirkulation und Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenraumbereich im Winter - mehrere Fensternischen von Schimmelpilz befallen.
Das Kontrollamt befand, dass die Sporen "nach vorherrschenden medizinischen Fachmeinungen gesundheitliche Auswirkungen haben können". Von einer "Gefährdung" sei jedenfalls dann auszugehen, wenn bei Personen bereits eine Schimmelpilzallergie diagnostiziert wurde. Die Prüfer empfahlen eine Evaluierung, inwiefern vorbeugende Maßnahmen angesichts des in Aussicht gestellten Museumsneubaus bzw. einer Generalsanierung des jetzigen Standorts wirtschaftlich vertretbar wären oder ob eine zeitweilige Schließung der betroffenen Ausstellungsbereiche zweckmäßiger sei.














