"Perry Rhodan" wird 50: Geburtstagsfest im Perryversum
Die Science-Fiction-Serie "Perry Rhodan" wird 50. Die erste Folge der längsten Fortsetzungsserie der Welt erschien am 8. September 1961. Am Freitag erscheint Heft 2612.
Perry Rhodan lebt zwar nicht wirklich, ist aber der dienstälteste amerikanische Raumfahrer. Und er ist der Namensgeber der sowohl umfassendsten Science-Fiction-Serie als auch längsten Fortsetzungsgeschichte der Welt.
Die aus Deutschland stammende Heftserie, bei der mit Michael Marcus Thurner aus Wien und dem Steirer Leo Lukas auch zwei österreichische Autoren im elfköpfigen Kernteam mitwirken, hat heuer ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel. Und das Abenteuer geht weiter. "Wir haben ein sehr gutes Autorenteam, das sein Ohr am Puls der Zeit hat. Und wir sind in engem Kontakt zu den Lesern", beantwortet Rhodan-Chefredakteur Klaus N. Frick die Frage nach dem Erfolgsrezept.
Der Startschuss der Science-Fiction-Fibel fiel am 8. September 1961 mit dem "Unternehmen Stardust". Es ist das Jahr des Baus der Berliner Mauer, der im Jänner zum Präsidenten gewählte John F. Kennedy setzt der Rassentrennung in den USA ein Ende und der Russe Juri Gagarin startet zum ersten bemannten Weltraumflug. Im "Unternehmen Stardust" fliegt ein amerikanischer Raumfahrer namens Perry Rhodan mit seinem Kollegen Bully zum Mond. Die Expedition findet ein havariertes Raumschiff mit humanoiden Arkoniden, degeneriert, an Spielkonsolen "gefesselt". Durch die Menschen von ihrer Spielsucht befreit, fliegen sie mit einem Beiboot auf die Erde. Mit außerirdischer Technik verhindern die Raumfahrer einen drohenden Nuklearkrieg. Die erste Auflage von 35.000 Exemplaren war schnell vergriffen.
Im zweiten Heft "Die dritte Macht" entsteht aus der durch politische Blöcke entzweiten Menschheit ein Volk - die Terraner. Der erste Überfall durch Außerirdische wird mit vereinten Kräften abgewehrt. Geleitet von der für die Mächtigkeitsballung der Milchstraße zuständigen vergeistigten Superintelligenz. Es bricht die Menschheit in immer entferntere Galaxien auf.
Derzeit schreibt man in der Heftserie das Jahr 5000 nach Christus. Genau seit 2612 Wochen gibt es die Rhodan-Heftserie im deutschsprachigen Raum. Jedes Exemplar hat rund 60 Seiten. Damit kommt der in den Heften publizierte Hauptstrang der Geschichte auf gerundete 200.000 Seiten. Pro Heft braucht man knapp zwei Stunden, was für die Serie eine Lesezeit von mehr als 5000 Stunden ergibt - ein irdisches Jahr hat 8760 Stunden. Der Umfang der bisherigen Rhodan-Hefte entspricht rund dem von 100 Bibeln.
Doch das Gesamtwerk, das diesen Freitag mit Heft-Nummer 2612 weitergeht, existiert momentan ausnahmslos in deutscher Sprache. Die Holländer und Tschechen übersetzen fleißig, sind aber noch Hunderte Bände hinten. Neueinsteigern empfiehlt Leo Lukas die neue Serie "Perry Rhodan neo", die noch im September mit einer spannungsgeladenen, überarbeiteten Neuauflage der Story von Anfang an in die Trafiken kommt.
Mit dem Welt Con 2011 wird das 50-Jahr-Jubiläum (siehe Info) in Mannheim gefeiert. Mehr Informationen bietet die kostenlose Reise durch das Perryversum über perry-rhodan.net.














