Ars Electronica mit positivem Blick auf Migration
"Linz.Gemeinsam.Leben" ist der Beitrag zur Ars Electronica von der Unternehmensgruppe Stadt Linz mit dem Cross-Media-Projekt Import/Export, bei dem das Thema Migration einmal positiv beleuchtet wird - in 45 Videos mit Migranten. "Es geht darum, den Blick zu verschieben, einmal nicht die Probleme, sondern die Chancen und Potenziale zu sehen", so Journalist Ernst Schmiederer von Import/Export.
45 Mitarbeiter in der Unternehmensgruppe der Stadt Linz mit Migrationshintergrund erzählen in kurzen Filmen ihren Werdegang und ihre Beziehung zur Stadt. Darunter ein türkischer Arzt am AKH, der deutsche Tourismusdirektor, eine Magistratsmitarbeiterin aus Ghana, ein OP-Gehilfe aus Siebenbürgen. Damit soll verdeutlicht werden, dass die Stadt auch von Migranten profitiert. "95 Prozent unseres interkulturellen Alltags funktionieren über weite Strecken klaglos", so Schmiederer, der Porträts erfolgreicher Migranten für die Wochenzeitung "Die Zeit" verfasste. Diese sind in Buchform unter dem Titel "Import/Export" erschienen. Das gleichnamige Cross-Media-Projekt startete er 2010 mit Schauspieler Harald Krassnitzer im Medienlabor Blinklicht.
Die Videos und kurze Zusammenschnitte daraus sind beim Festival ab dem 31. August in einem Frachtcontainer vor dem Ars Electronica Center und schon jetzt auf den Websites der teilnehmenden Unternehmen sowie am Freitag in den Straßenbahnen zu sehen. Ziel des Projektes sei ein respektvoller Umgang mit den Menschen in der Stadt, so Luger. Rund 25 Prozent der Linzer besitzen einen Migrationshintergrund. In den nächsten 20 Jahren könne dieser Anteil auf 35 bis 40 Prozent ansteigen. Um eine gute Lebensqualität aufrecht zu erhalten, bedürfe es einer Konzeption der Vielfalt, nicht der Ausgrenzung, betonte Luger. Das Projekt soll die Menschen dafür sensibilisieren.














