Südkoreas Polizei zerschlug Kunstschmugglerring
Die südkoreanische Polizei hat einen Schmugglerring zerschlagen, der Gemälde aus Nordkorea illegal in den Süden gebracht haben soll. Pjöngjang habe offensichtlich mit dem Geschäft an dringend benötigte Devisen kommen wollen, sagte der Ermittler Lee Heung Hoon am Donnerstag in Seoul. Nach Angaben der Polizei wurde eine koreanisch-chinesische Frau festgenommen.
Ihr werde vorgeworfen, rund 1.300 Gemälde aus dem staatlichen Mansudae Kunststudio in Nordkorea über China in den Süden geschleust zu haben. Zudem seien drei Südkoreaner festgenommen worden, die mehr als 1.100 Gemälde, darunter Porträts und Landschaftsansichten, im Süden verkauft haben sollen.
Das Mansudae Kunststudio beschäftigt nach eigenen Angaben rund 1.000 Maler, Bildhauer und andere Künstler und bezeichnet sich als das "wahrscheinlich größte Kunstproduktionszentrum der Welt". Im Rahmen des Schmuggelgeschäfts sollte das Studio nach Angaben der Polizei rund 5.500 Euro im Jahr sowie die Hälfte des Gewinns aus dem Verkauf der Gemälde erhalten.














