Liescha: Künstler zeigen Bilder versöhnlicher Erinnerung
Künstler aus Liescha soll Schreckensort in neuem Licht zeigen.

Foto © FertscheyKumprej und Bild mit Holz aus der alten St. Anna-Kirche von Liescha
Der kleine Ort Liescha/Lee bei Prevalje im slowenischen Mießtal ist mit einem Schreckensbild belastet: 700 von Tito-Partisanen verschleppte Menschen - darunter 48 aus Kärnten - wurden im dortigen Wald ermordet und verscharrt. Um nun ein anderes, zeitgenössisches Bild von Liescha zu zeigen, holte der Kärntner Heimatdienst gemeinsam mit der Plattform Kärnten den Künstler Benjamin Krumpej nach Klagenfurt, um die Erinnerung im Sinne einer Versöhnung lebendig zu erhalten.
Kumprej, akademischer Maler, Bauer und Kunstprofessor, dessen Anwesen nahe an den Lieschawald grenzt, hat dem KHD ermöglicht, eine neue Gedenkstätte bei der Knappenkirche errichten zu lassen und hat auch die Brücke zur Gedenkstätte im Wald gestaltet, erzählt KHD-Vizeobmann Franz Jordan. Kumprej, der einige der Mörder gekannt hat, will mit seiner Ausstellung "Impressionen", die nicht auf das Massaker Bezug nimmt, sondern Gefühle thematisiert, eine Begegnung auf menschlicher Ebene ermöglichen. Eine differenzierte Annäherung versuche auch der KHD, der mittlerweile nicht mehr alle Partisanen über einen Kamm schere, betont Jordan. Nicht Aufrechnung, sondern neue Gemeinsamkeit sei das Ziel.
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Vernissage mit dem Künstler, heute 19 Uhr, Stadthaus Klagenfurt. Sprecher: Heinz Stritzl, Josef Feldner, Franz Jordan, Rudolf Schober. Präsentation: Alexander Gerdanovits. Der Künstler kredenzt eigenen Wein.















