Schauspieler Fritz Wepper im Porträt
Rückblick auf eine Karriere, die nicht mit "Derrick" endete.

Foto © APFritz Wepper
Obwohl der Satz so im Krimi-Dauerbrenner "Derrick" nie gefallen ist, wird Fritz Wepper alias Harry Klein stets mit dem Auftrag "Harry, hol schon mal den Wagen!" in Verbindung gebracht. In Folge zwei anno 1974 sagte Stephan Derrick allerdings zu seinem Assistenten: "Harry, wir brauchen den Wagen, sofort!"
Fritz Wepper war freilich kein Unbekannter mehr, als er für die "Derrick"-Serie engagiert wurde, die in rund 100 Ländern gelaufen ist (sogar in China und Saudi-Arabien). 1972 stand er an der Seite von Liza Minnelli für die Musicalverfilmung "Cabaret" vor der Kamera, die acht Oscars einheimsen konnte. Und zuvor war er schon Gehilfe eines anderen Ermittlers gewesen - von Erik Ode in "Der Kommissar".
Seither füllte sich sein Wohnzimmer mit Auszeichnungen, darunter sechs Bambis, eine Goldene Kamera, die Romy, das Filmband in Gold und der Deutsche Fernsehpreis.
Zum Leidwesen vieler Fans hat sich der ORF jedoch nicht an der Serie "Um Himmels Willen" beteiligt, die in Deutschland seit bereits 2002 mit einem Stammpublikum von rund sieben Millionen Zuschauern große Erfolge feiert. Wepper gibt darin einen recht giftigen Bürgermeister, der sich immer wieder mit den Nonnen seiner niederbayrischen Kleinstadt Kaltenthal anlegt. Eine köstliche Serie voll Witz, deren elfte Staffel Anfang 2012 in der ARD startet. Zu seiner Rolle sagt er schmunzelnd: "Es ist toll, grantig sein zu dürfen und dafür auch noch bezahlt zu werden, das schafft eine ausgeglichene Psyche. Ich muss nur aufpassen, dass ich Wolfgang Wöller nicht mit nach Hause nehme, das würde meiner Frau wohl nicht so gefallen!"
Überhaupt blickt Wepper zufrieden auf seine Karriere zurück: "Ich bin froh, dass ich über viele Jahre so ein hohes Niveau halten konnte." Es werden also noch einige Klappen fallen.















