"Ich bin eine ruhige, dumme Person"
Die einen lieben ihn, andere macht er einfach wahnsinnig: ORF 1 zeigt am Wochenende Mr. Bean auf Urlaub. Doch Rowan Atkinson hat sich von der Rolle seines Lebens längst verabschiedet.

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Alles ist schwarz. Dann plötzlich fällt Schweinwerferlicht auf eine graue Ziegelsteinstraße. In großen Lettern erscheint im hellen Licht "Mr. Bean". Das ist der Anfang der weltbekannten Serie, die den englischen Schauspieler Rowan Atkinson zum internationalen Durchbruch verhalf. Mit aberwitzigem Dilettantentum, ungewöhnlichen mimischen Bewegungen und eher wortkarg spielte sich Mr. Bean ins Gedächtnis der TV-Zuschauer und in die Listen der komischsten Figuren aller Zeiten. "Die Menschen glauben, nur weil ich sie auf der Bühne zum Lachen bringe, bringe ich sie auch im wahren Leben zum Lachen. Aber das ist nicht der Fall. Ich bin hauptsächlich eine ruhige, dumme Person, die durch Zufall Schauspieler wurde."
Der ORF zeigt heute den zweiten Spielfilm der Bean-Serie, "Mr. Bean macht Ferien". Nachdem er Chaos und Verzweiflung in die USA gebracht hatte, macht er nun die Grande Nation unsicher. Der sonst so glücklose Mr. Bean gewinnt in der Tombola seiner Gemeindekirche eine Reise nach Frankreich. Rette sich, wer kann.
Rowan Atkinson begann bereits in den Siebzigern in Großbritannien seine Karriere. In der satirischen Nachrichten-Show "Not the Nine O'Clock News" tobte er ab 1979 sein komödiantisches Talent aus.
Danach bekam er eine Rolle in der Historien-Sitcom "Blackadder", die zu einer der besten britischen Sitcoms aller Zeiten gewählt wurde. Die Show brachte Atkinson aber nicht nur beruflichen Erfolg: Seine spätere Frau Sunetra Sastry arbeitete hinter den Kulissen der Serie als Make-up-Artist. Das seit 1990 verheiratete Paar hat zwei Kinder, Lily und Benjamin. Dann wurde er "Mr. Bean" und blieb es im Fernsehen bis 1995. Zwei Jahre danach landete er im Kino.
Andere größere Rollen blieben aber aus, zu sehr war Atkinson als Chaos-Kasper abgestempelt. In Filmen wie "4 Hochzeiten und ein Todesfall", "Hexen hexen" etc. glänzte er in Nebenrollen.
Atkinson ist aber nicht nur als Schauspieler aktiv, sondern auch als Autor. Der bekennende Auto-Fanatiker schrieb für die britischen Autozeitschriften "Car", "Octane" und "Evo".
Mit dem heute gesendeten "Mr. Bean macht Ferien" geht wahrscheinlich eine Ära zu Ende: "Ich denke, ich bin ein bisschen zu alt, um das weiter zu tun, wenn ich ehrlich bin," sagte er damals. - Offenbar gibt es doch eine Weisheit des Alters.














