Attersee-Schau im Salzburger Museum der Moderne

Foto © APA
In Abwesenheit des Künstlers wurde am Freitag im Salzburger Museum der Moderne die Ausstellung "Attersee, schön wie seine Bilder" eröffnet. Bis 9. Oktober werden fotografische Arbeiten aus mehreren Jahrzehnten mehrheitlich aus den Beständen von Christian Ludwig Attersee gezeigt. Inhaltlich geht es in der Schau um Körperkunst, die der Künstler um seine eigene Person inszeniert hat.
Anders als die existenziellen Performance-Künstler der 60er und 70er Jahre hat Attersee einerseits Wahlplakate, Heftchen mit Softpornos oder Fremdenverkehrskalender, andererseits Fotos etwa von Christian Skrein oder Hanni Rühm als Grundlage verwendet. Dazu mischte der Künstler seine Körperlichkeit, warf sich in Pose und spielte mit der eigenen Erotik. Museums-Chef Toni Stooss bezeichnete Attersee als "Attitüden-Künstler", der den Fotos eigene Farben hinzufügte und Sexismus und Körperkult der jeweiligen Zeit auf die Spitze zu treiben oder zu karikieren versuchte.
Der 1940 als Christian Ludwig geborene und zum Teil am Attersee aufgewachsene Künstler bezog nicht nur seinen Künstlernamen, sondern auch sein Interesse für physische Schönheit vom See im Salzkammergut und vom Segelsport, den er in jungen Jahren intensiv und international erfolgreich betrieb. Viele der in Salzburg jetzt gezeigten Arbeiten waren noch nie, andere seit Jahrzehnten nicht öffentlich ausgestellt. Zur aktuellen Schau ist ein umfangreicher Katalog erschienen.















