Moskauer Filmestival zeigt österreichisches Werk
Am Freitag feiert das neueste Werk des österreichischen Autorenfilmers Bernhard Kammel seine Weltpremiere beim 33. Moskauer Filmfestival. Mit "Eine Spätsommernacht" stellt Kammel (Drehbuch, Regie und Kamera) seinen zweiten abendfüllenden Spielfilm nach "Die Tochter" vor, den der 48-jährige Wiener ohne öffentliche Förderung gedreht hat. Das Moskauer Festival äuft noch bis 2. Juli.
Die Einladung nach Russland für "Eine Spätsommernacht" in der Schiene "Russian Trace" stellt dabei nur bedingt eine Überraschung dar, ist Kammel doch russophil. So wurde der Film im Vorjahr zwar in den niederösterreichischen Alpen gedreht, allerdings in russischer Sprache und mit russischem Ensemble. "Ich bin glücklich, dass ich dieses Kammerspiel mit hervorragenden und in Russland sehr bekannten Schauspielerinnen und Schauspielern besetzen konnte. Sie sind alle nach Stanislawski geschult und beherrschen präzise die kleinen und großen Gesten der Tschechow'schen Dramen", erinnert sich Kammel in einer Aussendung von Montag an die Dreharbeiten zurück. Auch die weitere Crew neben den Akteuren setzte sich zu einem Gutteil aus Russen zusammen. Als Komponist konnte Kammel den Burgenländer Franz Hautzinger gewinnen.
In "Eine Spätsommernacht" trifft sich auf Einladung eines Busfahrer eine bunte Gesellschaft auf einer Berghütte, um mit einer Grillparty die Pensionierung des Gastgebers zu feiern. Unheilvolle Zeichen wie Kampfjets über der Hütte und vermeintliche Erdbeben bringen die emotionale Balance der Gäste jedoch bald in Schieflage. "Eine Orgie, spirituelle Zeremonien oder partnerschaftlichen Verwerfungen - alles wird möglich", so die Inhaltsangabe des in sommerlich-warmen Farben gehaltenen Werks.















