Ermittlungen nach Picasso-Fund gegen Elektriker
Neun Monate nach der Entdeckung von 271 angeblichen Picasso-Werken im Besitz eines ehemaligen Elektrikers hat die französische Justiz Ermittlungen aufgenommen. Der 71-Jährige hatte für den Künstler Sicherheitsanlagen in dessen Villen installiert.

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Seine Erklärung, der Künstler selbst habe ihm die Werke geschenkt, widerspreche mehreren Fakten, berichtete die Zeitung "Le Monde" am Sonntag unter Berufung auf Justizkreise.
So seien die Werke weder datiert noch signiert, was für Picasso ungewöhnlich sei. Zum Zeitpunkt der angeblichen Schenkung seien sie schon etwa 40 Jahre alt gewesen - dies sei ebenfalls auffällig, da Picasso üblicherweise nur relativ neue Werke verschenkt habe.
Zudem habe Picassos Frau Jacqueline dem Elektriker 1983 etwa 540.000 Franc (82.000 Euro) gezahlt - wovon dieser den Ermittlern zunächst nichts gesagt habe. Warum hätte sie sich so großzügig zeigen sollen, wenn er zuvor wertvolle Werke des Künstlers erhalten hätte, fragten sich die Ermittler laut "Le Monde". Der 71-Jährige hatte mehrfach für den Künstler gearbeitet und unter anderem Sicherheitsanlagen in dessen Villen in Südfrankreich installiert.
Die Affäre war im September 2010 bekanntgeworden, als der Elektriker sich um Echtheitszertifikate für die Werke bemühte, deren Wert auf bis zu 80 Millionen Euro geschätzt wird. Der 71-Jährige hatte sie Jahrzehnte lang in seiner Garage aufbewahrt. Sie wurden mittlerweile von der Justiz konfisziert.














