Klangarbeit Peter Weibels im Museumsquartier Wien

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Der Kurator und Medientheoretiker Peter Weibel stellt am Sonntag die Klanginstallation "Das Leben im 20. Jahrhundert: 225 Millionen Morde" im Wiener Museumsquartier vor. In der als Oratorium bezeichneten Arbeit verlesen eine männliche und eine weibliche Stimme Jahr für Jahr, von 1900 bis 2000, die Zahl der politischen Morde, den Ort der Morde und den offiziellen Titel.
Die mehrkanalige Installation soll ein "akustisches Monument" für die namenlosen Opfer politischer Gewalt sein. "Die Kultur, das Erinnern, das Archiv, der Speicher, die Schrift, die Medien sind die einzigen, wenn auch armseligen, ärmlich selig machenden Versuche, den Triumph des Todes zu schmälern und zu relativieren", wird Weibel zitiert. "Die Unendlichkeit des Todes in wenigen Minuten zu erzählen, indem ich die Todesziffern zähle, ist die List der Kunst, dem Tod seine Totalität zu nehmen." Das Projekt, das bis 20. August täglich von 10 bis 20 Uhr zu hören sein wird, ist bereits die 42. Tonspur in der Museumsquartier-Passage zwischen Hof 7 und Hof 8.















