Goldener Löwe für Schlingensief-Pavillon

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Der Deutsche Pavillon und damit auch der gestorbene Künstler Christoph Schlingensief haben bei der Kunstbiennale von Venedig den Goldenen Löwen gewonnen. Der Preis für den besten nationalen Beitrag wurde am Samstag bei der offiziellen Eröffnung der diesjährigen Kunstausstellung verliehen.
Der mit Gestaltung des Pavillons beauftragte Theater-, Opern- und Filmregisseur Schlingensief war im vergangenen August im Alter von 49 Jahren an Krebs gestorben. Die Kuratorin Susanne Gaensheimer übernahm danach die Aufgabe, Schlingensiefs Projekte in dem Pavillon zu präsentieren. Als bester Künstler wurde der US-Amerikaner Christian Marclay für sein Werk "The Clock" ausgezeichnet.
"Die Kunstbiennale Venedig würdigt mit der Verleihung des Goldenen Löwen an den Deutschen Pavillon das Werk des Ausnahmekünstlers Christoph Schlingensief, dessen Verlust wir schmerzhaft spüren und dessen Werk noch lange prägend sein wird", gratulierte die deutsche Staatsministerin Cornelia Pieper dem Team des Pavillons. Insgesamt 89 Länder-Pavillons hatten sich mit ihren Interpretationen der Wirklichkeit um den Preis für den besten nationalen Beitrag beworben, darunter Österreich mit einer labyrinthischen Arbeit von Markus Schinwald.
Im Hauptraum des deutschen Pavillons arrangierte Gaensheimer gemeinsam mit der Witwe Aino Laberenz-Schlingensief die Bühne der "Kirche der Angst vor dem Fremden in mir" - eine Rauminstallation, die Schlingensief für die Ruhrtriennale 2008 entworfen hat, und die sich mit dem Thema "Leben wollen, aber Sterben müssen" auseinandersetzt.
Die alle zwei Jahre stattfindende Kunstschau in Venedig steht in diesem Jahr unter der künstlerischen Leitung der Schweizer Kunsthistorikerin Bice Curiger. Für 83 Künstler, die in den Hallen des "Arsenale" um den Goldenen Löwen streiten, gab Curiger das Motto "ILLUMInazione - ILLUMInations" aus. Gemeint ist damit auch Erleuchtung, Aufklärung, Intuition.















