Salzburger Pfingstfestspiele mit viel Barock
Riccardo Muti wird auch heuer bei den Salzburger Pfingstfestspielen ein Programm präsentieren, das sich um Neapel dreht, die einstige Weltmetropole der Musik. Von 10. bis 13. Juni werden eine Oper und vier Konzerte gegeben. Muti wird die Oper und das Abschluss-Konzert leiten, die Barock-Spezialisten Rene Jacobs, Giovanni Antonini und Jean-Christophe Spinosi verantworten die übrigen drei Programme.
Am Beginn seines letzten Salzburger Pfingst-Programmes hat der neapolitanische Maestro die weitgehend unbekannte Oper "I Due Figaro" von Saverio Mercadante aus den Archiven gekramt. 1835 erfolgreich uraufgeführt, ist dieses Stück des neapolitanischen Opernkomponisten Saverio Mercadante (1795-1870) eine Art Fortsetzung von Mozarts "Figaro". Ob "I Due Figaro" für die heutige Opernbühne ein brauchbares Stück ist, wird die Premiere am Freitag, 10. Juni (2. Vorstellung: 12. Juni), im Haus für Mozart zeigen.
Muti selbst wird zum Abschluss des Festivals - und damit zum Abschluss seines Fünf-Jahre-Engagements für die Salzburger Pfingstfestspiele - das Requiem in c-Moll von Luigi Cherubini in der Felsenreitschule dirigieren (13. Juni, 11 Uhr). Wie auch in der Oper spielt das "Orchestra Giovanile Luigi Cherubini". Für die übrigen drei Konzerte hat Muti hingegen echte Spezialisten der Barock-Musik ins Programm geholt.
So wird die Akademie für Alte Musik Berlin Händels opern- oder oratorienartige Serenata "Aci, Galatea e Polifemo" spielen, Rene Jacobs ist der Dirigent dieser konzertanten Aufführung im Haus für Mozart (11. Juni, 19.30 Uhr). Il Giardino Armonico, der blockflöte-spielende Dirigent Giovanni Antonini und die Sopranistin Roberta Invernizzi versprechen in ihrer "Accademia Napolitana" im Großen Saal des Mozarteums echte kammermusikalische Gustostückerl - auf dem Programm stehen Werke von Domenico Sarri, Giovanni Batista Pergolesi, Francesco Durante und Roberto Valentini (11. Juni, 11 Uhr). Und auch in den "Concerti grossi" von Antonio Vivaldi, Nicola Fiorenza, Nicola Propora und Charles Avison darf stilsichere Interpretation erwartet werden. Denn mit dem Ensemble Matheus unter Jean-Christophe Spinosi ist ein nicht weniger versierter Barock-Experte für die klangliche Realisierung der barocken Partituren verantwortlich (12. Juni, 11 Uhr).















