"Über uns das All" Filmkunst-Sieger in Schwerin
"Über uns das All", ein Film über den Verlust der großen Liebe und die Suche nach Ersatz, ist der Gewinner des 21. Filmkunstfests Mecklenburg-Vorpommern. Der junge Regisseur Jan Schomburg (35) habe auf virtuose Art und Weise einen jener seltenen deutschen Filme gedreht, die es schafften, schockierend ernsten und traurigen Momenten eine große Leichtigkeit entgegenzusetzen, befand die Jury.
Sie lobte auch die brillante Darstellung der Schauspieler "in einem Film, der einen nicht mehr loslässt". Am Samstagabend wurde "Über uns das All" in Schwerin mit dem Hauptpreis des Festivals, dem mit 7.500 Euro dotierten "Fliegenden Ochsen" ausgezeichnet. Das Kinodebüt des aus Aachen stammenden Regisseurs war bereits auf der Berlinale in der Reihe "Panorama" gelaufen und hatte begeisterte Kritiken bekommen. Mit dem Ehrenpreis, dem "Goldenen Ochsen", wurde bei der Preisverleihungsgala die Schauspielerin Katrin Sass ("Goodbye, Lenin!") für ihre Verdienste um den deutschen Film gewürdigt.
Das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern widmet sich traditionell dem jungen, engagierten deutschsprachigen Film. Zu den Entdeckungen des Festivals gehört "Silberwald" der Schweizerin Christine Repond (Jahrgang 1981), der mit dem NDR-Regiepreis geehrt wurde. Der Nachwuchsdarstellerpreis ging an die Schauspielstudentin Jasna Fritzi Bauer (Jahrgang 1989), die in Andi Rogenhagens Film "Ein Tick anders" ein Mädchen mit Tourette-Syndrom spielt.
Erstmals vergab eine Jury der deutschsprachigen Filmkritik in der FIPRESCI, der internationalen Kritikervereinigung, einen Preis. Er ging an Dirk Lütter für seinen Streifen "Die Ausbildung" über die Desillusionierung eines 20-Jährigen gleich am Beginn seiner Arbeitskarriere.















