Die Karriere einer Frau im Vatikan
Christine Neubauer in Nonnentracht: Als haushaltende Beraterin beim späteren Papst Pius XII. ist sie "Gottes mächtige Dienerin".

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N ach einer Buchvorlage der Historikerin Martha Schad hat Regisseur Marcus O. Rosenmüller das bewegte Leben der aufopferungsvollen Ordensschwester als Zweiteiler verfilmt. Pascalina Lehnert, die 40 Jahre lang als Haushälterin und Privatsekretärin des späteren Papstes Pius XII. diente, wird von Christine Neubauer verkörpert, die nach "Haltet die Welt an" und "Der kalte Himmel" sich erneut in einer Charakterrolle versucht.
Als dramaturgischer Kunstgriff des aufwendigen Biopics wird die Geschichte Pascalinas im kirchenhistorischen Kontext verankert. Die Haltung von Pius XII. gegenüber den Nationalsozialisten wird dabei ebenso angesprochen wie die kirchliche Einstellung zur Rolle der Frauen.
Zum Inhalt des ersten Teils: Für die ausgeprägte Religiosität seiner Tochter hat der bodenständige Bauer Lehnert kein Verständnis. Die junge Josefine tritt als Schwester Pascalina in den Orden vom Heiligen Kreuz in Altötting ein. Dank ihrer Tüchtigkeit schickt man sie 1918 nach München. Sie soll den Haushalt von Nuntius Eugenio Pacelli führen, der als päpstlicher Vertreter mit Repräsentanten des deutschen Staates Verhandlungen führt. In einer Erscheinung sieht sie die große Zukunft des Kirchendiplomaten voraus.
Der Nuntius schätzt ihre pragmatische Art und betraut sie bald mit der Aufgabe einer Privatsekretärin. Durch seine politischen Erfolge wird Pacelli 1930 zum Kardinalstaatssekretär ernannt und nach Rom abberufen. Der Vatikan ist kein Ort für Frauen, doch Schwester Pascalina findet Mittel und Wege, sich Eintritt in die abgeschlossene Männerwelt des Vatikans zu verschaffen.
Features
Sendetermin
Gottes mächtige Dienerin: ORF 2, 20.15 Uhr. Teil zwei folgt morgen.














