Drama gewann Publikumspreis in Würzburg
Das Drama "Incendies" hat den Publikumspreis beim Internationalen Filmwochenende in Würzburg gewonnen. In dem Streifen des kanadischen Regisseurs Denis Villeneuve wird der Zuschauer auf eine packende Reise in die abgründige Familiengeschichte einer Emigrantin mitgenommen.
Nawal ist nach Quebec immigriert und will, dass ihre beiden Kinder sich in den Mittleren Osten begeben, um dort zwei Briefe zu übergeben. Es ist ihr letzter Wille. Ein Brief soll an ihren unbekannten Vater gehen, der andere an den Bruder, von dem beide nichts wussten - ein Trip in die Vergangenheit auf der Suche nach der eigenen Identität.
Auf Platz zwei und drei wählten die Zuschauer die schwedischen Filme "Sound of Noise" und "Beyond", wie der Veranstalter am Sonntag zum Abschluss des 37. Filmwochenendes mitteilte. Der mit 1500 Euro dotierte Preis für den besten Dokumentarfilm ging an "The Pipe". Darin erzählt Regisseur Risteard Ó Domhnaill von dem erbitterten Kampf einer irischen Hafenstadt, deren Einwohner gegen den Bau einer Gaspipeline protestieren.
Bei den Kurzfilmen kürte das Publikum den 14-Minüter "Ampelmann" zum Sieger. Der Preis für den besten "Selbstgedrehten" - das sind Schüler-Produktionen - ging an den Experimentalfilm "ascendit". Bei dem Festival wurden etwa 90 Spiel-, Kurz-, Schüler- und Dokumentarfilme gezeigt.














