Dorotheum lädt zur Auktionswoche

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Seit einem Jahr kennen auch weniger versierte Kunstfreunde den Namen Frans Francken II. Im April 2010 sorgte sein Gemälde "Der Mensch, der sich zwischen Tugenden und Lastern entscheiden muss" im Dorotheum mit 7,02 Mio. Euro für einen österreichischen Rekord. Nun sind die Erwartungen hoch, da wieder ein Werk des flämischen Künstlers durch das Wiener Auktionshaus kommende Woche versteigert wird.
"Das Goldene Zeitalter" ist allerdings eine Gemeinschaftsarbeit mit seinem Bruder Ambrosius Francken, sowie mit Hans Jordaens III, Abraham Govaerts und dessen Schüler Alexander Keirincx. Jeder der beteiligten Maler kümmerte sich dabei um sein Spezialgebiet, ein Umstand, der laut Expertin Ursula Härting geradezu ein Markenzeichen der Antwerpener Kabinettmalerei der Rubens-Zeit war: "Es sicherte dem Käufer in allen Bereichen des Gemäldes ein Höchstmaß an Perfektion zu."
Die Brüder Francken sollen dabei vor allem für die Figuren der Hirtenidylle verantwortlich gewesen sein. Dieses in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts gemalte Picknick im Freien, bei dem Hirten mit Frauen schäkern und tanzen, allerlei Leckereien verspeist werden, während das liebe Vieh friedlich in bukolischer Landschaft lagert, führt mit einem Schätzwert von 400-600.000 Euro am 13. April das Altmeister-Angebot an.
Ebenfalls sechsstellige Ergebnisse werden u.a. für das dramatische Großformat "Die heilige Familie auf der Flucht" von Valerio Castello (1625-1659) oder für einen "Tod der Cleopatra" von Giovan Francesco Romanelli (1612-1662) erwartet. Auch die Porträtstudie eines bärtigen alten Mannes von Annibale Carracci (1560-1609) gehört zu den Höhepunkten. Den Auftakt der Auktionswoche, bei der auch Antiquitäten und Juwelen unter den Hammer kommen, machen aber am Dienstag Gemälde des 19. Jahrhunderts.















