Sorge im Kunsthaus Bregenz um Weiwei-Ausstellung

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Die Festnahme des regierungskritischen chinesischen Künstlers Ai Weiwei löste auch im Kunsthaus Bregenz große Sorge aus. Das KUB plant ab 16. Juli 2011 eine Ausstellung zu Ai Weiweis Architekturkooperationen (bis 16. Oktober). Die Vorbereitungen gestalten sich wegen beschlagnahmter Daten aber schwierig.
"Die Besorgnis ist ganz unabhängig von unserer geplanten Ausstellung natürlich sehr groß. Es ist aus unserem Rechtsverständnis heraus unfassbar, dass jemand ohne Anklage so lange festgehalten wird, ohne die Möglichkeit einer Kontaktaufnahme zu Familie oder Freunden", so KUB-Direktor Yilmaz Dziewior.
Er sei persönlich sehr betroffen, da er den Künstler kenne und ihn mehrfach getroffen habe, so Dziewior. "Wir waren die vergangenen Monate permanent im Austausch wegen der Ausstellung. Ai Weiwei war auch bereits einmal hier in Bregenz, um sich die Räume anzusehen. Im Mai sollte er wiederkommen und auch zur Ausstellungseröffnung natürlich hier sein", berichtete der KUB-Direktor.
Die Planungen für die Bregenzer Ausstellung laufen unterdessen weiter - trotz schwieriger Bedingungen. In Ai Weiweis Studio in Peking seien alle Computer beschlagnahmt worden, also auch die für die Schau benötigten Informationen. Dies betreffe auch die privaten Computer der Assistenten des Künstlers, die auf dem Studiogelände lebten, so Dziewior. Zudem sei der Strom abgedreht worden, das erschwere die Kommunikation zusätzlich.
Man sei daher dort quasi im Ausnahmezustand, auch wenn sich die Mitarbeiter bemühen, Ruhe zu bewahren. Die Assistenten würden alles versuchen, um die anstehenden Projekte dennoch weiterlaufen zu lassen. "Wir stehen derzeit vor allem über Festnetztelefon in Kontakt", berichtete der KUB-Direktor. "Wir werden die für Bregenz geplante Ausstellung auf jeden Fall durchführen", betonte Dziewior. Er hoffte am Mittwoch auf die Wirkung der politischen Interventionen gegen die Festnahme des prominenten Chinesen. "Man muss alles tun, um den Fall im öffentlichen Bewusstsein zu halten", so der KUB-Direktor.















