"Lotte Lehmann Gedächtnisring" an Waltraud Meier

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Die Kammersängerin Waltraud Meier wird am 21. April nach der "Parsifal"-Vorstellung in der Wiener Staatsoper den "Lotte Lehmann Gedächtnisring" erhalten. Wie das Haus am Ring am Montag mitteilte, erhält die gebürtige Würzburgerin den 1955 vom Solistenverband des Hauses gestifteten Ring aus den Händen von Direktor Dominique Meyer und dem Präsidenten des Solistenverbandes, Herwig Pecoraro.
Meier wird in der Aussendung als "eine der international bedeutendsten Wagnersängerinnen unserer Zeit" beschrieben, die auch im italienischen und französischen Fach sowohl stimmlich als auch darstellerisch zu überzeugen wisse. Engagements führten sie u.a. an den ROH Covent Garden in London, die New Yorker Met, die Mailänder Scala sowie die Bayerische Staatsoper in München oder die Bayreuther Festspiele. An der Staatsoper debütierte sie 1987 als Kundry im "Parsifal", eben jene Rolle, in der sie nun auch bald wieder im Haus am Ring auf der Bühne steht. Es folgten u.a. Amneris ("Aida"), Komponist ("Ariadne auf Naxos"), "Carmen", Ortrud ("Lohengrin"), Sieglinde ("Die Walküre"), Waltraute ("Götterdämmerung"), Leonore ("Fidelio"), Isolde ("Tristan und Isolde") oder die Venus im "Tannhäuser".
Der "Lotte Lehmann Gedächtnisring" wurde vom Solistenverband gestiftet, um die Leistungen der Namensgeberin zu würdigen und wird an eine der führenden Sängerinnen des deutschen Faches an der Wiener Staatsoper verliehen. Bis zu ihrem Tod im August 1976 trug Lehmann selbst die Auszeichnung. Auf einstimmigen Beschluss des Verbandes ging der Ring - dem Wunsch von Lehmann entsprechend - dann im September 1979 an Leonie Rysanek, die wiederum als ihre Nachfolgerin Hildegard Behrens bestimmte. Diese trug den Ring bis zu ihrem Tod im August 2009.
Mit der Überreichung an Meier treten auch neue Richtlinien für die Vergabe der Auszeichnung in Kraft. So wird Meier den Ring nicht mehr automatisch bis zu ihrem Tode tragen, da die Verleihung nun jeweils auf die Dauer von zehn Jahren erfolgt. Danach entscheidet künftig der Solistenverband auf Vorschlag des Vorstandes über die neue Trägerin in einer Generalversammlung.















