"Höhenrausch.2" nimmt in Linz Form an
Schiffe sind am Dach des Passage City Center in Linz gelandet, daneben Heerscharen an Schuhsohlen, Plastikflaschen im Fangnetz und was die Schweizer Künstlerin Ursula Stalder sonst noch im Sand gefunden hat. Martin Sturm, Chef des OK - Offenes Kulturhaus, stellte sechs Wochen vor Beginn zwei erste Installationen des Kunstprojektes "Höhenrausch.2 - Brücken im Himmel" und dessen Partner vor.
"Die Lagune von Venedig" in Linz ist Stalders bisher größte Installation unter freiem Himmel. Sie sammelt seit 19 Jahren Strandgut und Fundstücke an den europäischen Küsten. "Das ist das Grundmaterial, womit ich mich ausdrücke", sagte die Künstlerin.
Sie suchte jemanden, der ihr Projekt, das drei Jahre in der Schweiz zu sehen war, in anderer Form übernehmen möchte. "Ich wäre nie auf die Idee gekommen, das auf Dächer zu heben. Jetzt haben meine Schiffe Flügel", war sie beim ersten Rundgang begeistert von der neuen Präsentation, während noch ein Metallboot mit dem Kran auf das Gebäude gehievt wurde.
18.000 Objekte wie alte Schuhsohlen, Bälle, Schilder, Boote, Plastikkörbe, Bojen und viel Holz liegen akribisch angeordnet in Kies und Sand. Immer wieder springt ein Stück ins Auge, wie etwa die marode Fußmatte in Teddybären-Form. Das Lieblingsstück der Künstlerin? "Ein Lagunenpfahl, der wurde absolut nur von der Natur geschaffen."
Ebenfalls bereits in Linz ist Pipilotti Rists "Nothing", eine Seifenblasen-Rauch-Installation, die 1999 auf der Biennale in Venedig zu sehen war, und ebenso präzise wie poetisch ist. Neben dem OK gibt es bei der Luft und Wasser gewidmeten Neuauflage des Publikumsmagneten aus dem Kulturhauptstadtjahr 2009 vier Außenstellen. Jene in der Landesgartenschau Ansfelden wird in zwei Wochen eröffnet. Der Höhenrausch-Kunstwald zeigt dort drei Positionen zeitgenössischer Kunst und soll Lust auf mehr machen, so Christian Hauser von der Landesgartenschau.














