Birgit-Jürgenssen-Preis 2011 geht an Toni Schmale
Toni Schmale erhält den Birgit-Jürgenssen-Preis 2011. Die gebürtige Hamburgerin und Studentin an der Akademie der bildenden Künste in Wien wurde für ihre "sehr komplexe und kompromisslose künstlerische Arbeit" ausgewählt, wie es in einer Mitteilung heißt. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird am 14. April verliehen.
Ihre Werke, die vom 15. bis 17. April in der Aula der Akademie ausgestellt werden, erzählen "vom Fußball, von der Liebe, vom Boxkampf, von Bonbons, von Schweinen und von Hähnen", so die Jury. In ihren "sehr vielschichtigen Objekten, Filmen, Animationen und Installationen" hinterfrage die 1980 geborene Schmale Geschlechterkonstruktionen in sozialen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen. "Heteronormative Strukturen werden sichtbar gemacht und mittels diskursiven Methoden mit Gender und Transidentitäten neu verhandelt." Schmale studierte von 2003 bis 2009 Medienkunst in Leipzig und seit 2009 in Wien performative Kunst.
Die jährlich an einen Studierenden der Akademie für Arbeiten im medialen Bereich vergebene Auszeichnung erinnert an die 2003 verstorbene Künstlerin Birgit Jürgenssen, die als Lehrende und Mitglied diverser akademischer Gremien die Entwicklung der Akademie entscheidend mitbestimmte. Der Jürgenssen-Preis zuerkannte, mit 11.000 Euro dotierte Würdigungspreis für Fotografie des Bundes wurde nach ihrem Tod auf Anregung ihres Lebensgefährten, des Galeristen Hubert Winter, für den Preis gestiftet. Nach einer Vereinbarung zwischen Winter, der Akademie und dem Kulturministerium wird der Preis heuer zum achten Mal verliehen.














