Wiens älteste Orgel erklingt nach Renovierung

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Frühbarocker Orgelklang wie vor fast 370 Jahren ist ab Samstag in der Franziskanerkirche in der Wiener City zu hören: Nach mehrjährigen Restaurierungsarbeiten wird am 26. März um 11.30 Uhr die Wöckherl-Orgel (benannt nach dem Orgelbauer Johannes Wöckherl) von Weihbischof Franz Lackner geweiht, danach gibt es ein Konzert von Roman Summereder, Michael Radulescu und Pier Damiano Peretti.
Was diesen Tag aber tatsächlich zum "Orgeltag" macht, ist die Tatsache, dass wenige Stunden nach der feierlichen Wiederinbetriebnahme von Wiens ältester Orgel auch Wiens jüngste Orgel eingeweiht wird: Um 19.30 Uhr wird im Rahmen eines großen Festaktes die neue Orgel im Goldenen Saal des Musikvereins von Kardinal Christoph Schönborn gesegnet. Radio Stephansdom überträgt beide Konzerte live.
Rundum glücklich zeigte sich Franziskanerpater Gottfried Wegleitner. Nicht nur, weil die als Hoffnungszeichen im Dreißigjährigen Krieg errichtete Wöckherl-Orgel "jahrzehntelang stumm" war und künftig sowohl bei Gottesdiensten als auch bei regelmäßigen Orgelkonzerten erklingen wird, sondern auch, weil die zum Großprojekt angewachsene Orgelrestaurierung ihr vorläufiges Ende gefunden hat.
Insgesamt 1,3 Mio. Euro (aus Spenden, Subventionen, Stadterhaltungsmitteln, Zuschüssen der Erzdiözese und Eigenmitteln aufgebracht) kostete das Projekt, das schließlich "ein Gesamtkunstwerk wiederherstellte", wie der Wiener Landeskonservator Friedrich Dahm betonte: "Wir haben eine historische Situation wieder geschaffen, die für das frühe und mittlere 17. Jahrhundert in ihrer Geschlossenheit in Wien einzigartig ist."
Normale Besucher der Franziskanerkirche werden die Orgel übrigens vergeblich suchen: Das mit reichen ornamentalen Schnitzereien und bemalten Flügeltüren geschmückte Instrument befindet sich im Mönchschor hinter dem Kulissenaltar von Andrea Pozzo und ist nur vom Konvent aus zugänglich.















