Hans Christian Andersen-Preis an Österreicherin
Die österreichische Illustratorin Lisbeth Zwerger und der dänische Forscher Sven Hakon Rossel, Skandinavistik-Professor an der Uni Wien, werden mit dem Hans Christian Andersen Preis gewürdigt. Auch der japanische Andersen Park in der Stadt Funabashi, nahe Tokio, wird ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 2. April im dänischen Odense, also am Geburtstag und -ort des Dichters, statt.
Der Preis wird vom dänischen Hans Christian Andersen Preiskomitee an Personen oder Institutionen vergeben, die dazu beitragen, Wissen über den Dichter zu verbreiten. Zwerger illustrierte unter anderem Andersens Märchen "Däumelinchen", "Der Schweinehirt" und "Die Nachtigall", bebilderte aber auch andere Werke, zum Beispiel die Bibel. Die 56-jährige Wienerin schaffe ein Universum, das weder die eingebaute Bildkraft der Märchen dominiere, noch bloßer grafischer Ruhepunkt sei, so das Preiskomitee in einer Presseaussendung. Die Illustratorin schaffe einen Raum der Fantasie und Kunst, in dem Andersen am stärksten zum Ausdruck komme.
Der zweite Preisträger, Sven Hakon Rossel, ist seit 1996 Professor für Skandinavistik an der Uni Wien. Seit den 70er Jahren beschäftigt er sich mit Andersen, war auch an der "University of Washington" in Seattle tätig, übersetzte Werke des Dichters und schrieb zahlreiche Bücher und Artikel über ihn. Zuletzt stach er mit einem Vorschlag für ein Andersen Wörterbuch hervor.
Die japanische Stadt Funabshi schließlich wird für ihren Andersen Park ausgezeichnet, wo unter anderem eine Kopie des Geburtshauses von Andersen zu besichtigen ist. Eine halbe Million Menschen besucht den Park jährlich, um Andersens Märchen hautnah zu erleben.















