Rusconi gewann "Zeitklang"-Kompositionswettbewerb
Der Italiener Roberto David Rusconi hat am Samstagabend im Klosterneuburger Schömer-Haus mit seinem Streichquartett "De Arte Respirandi" den mit 6.000 Euro dotierten Internationalen Kompositionswettbewerb "Zeitklang" gewonnen. Der Preis war von der Sammlung Essl in Zusammenarbeit mit "musik aktuell - neue musik in niederösterreich" ausgeschrieben worden.
"Neue Werke für Streichquartett, die sich mit den veränderten künstlerischen und gesellschaftlichen Bedingungen des 3. Jahrtausends auseinandersetzen und diese in eigenständiger Weise kompositorisch reflektieren", waren gesucht. Gewünscht wurden zudem ein "avancierter Umgang" mit dem Klangkörper der Streichquartetts sowie eine Auseinandersetzung mit den Phänomenen des Klanges und des Raumes. Fünf Finalisten aus 80 eingereichten Partituren und somit fünf Uraufführungen waren von der Jury in einer Vorauswahl für das Finale des Preisträgerkonzerts bestimmt worden.
Das Berliner Kairos-Quartett begann mit "Transmutacion de la Sombra" des spanischen Komponisten Juan Cruz-Guevara, der Licht- und Schatteneffekte klanglich widerzuspiegeln trachtete. Der Titel von "Mohl ip" des Engländers Martin Iddon leitet sich aus dem Koreanischen ab und bezieht sich auf Meditationstechniken, extrem angespannt wirkt das Ergebnis.
Rusconis "De Arte Respirandi" beansprucht die Rückführung der Musik aus "kapitalistisch-kommerziellem Zugang" in elementare Ausgangssituationen des Atmens - wenn auch mit bisweilen langatmig wirkendem Ergebnis. In seiner echauffierten Hektik schafft "Intuition - processus" des Griechen Nicolas Tzortzis durchaus intendiertes Unbehagen. Der Schwede Ansgar Beste setzt in seiner "Pelerinage Fantastique" auf präparierte Instrumente und verwendet dabei unter anderem Stricknadeln, Kämme und Löffel.













