Knochenfunde im Wipptal größer als vermutet
Die Mitte Februar bei Pfons im Tiroler Wipptal südlich von Innsbruck entdeckte Fundstelle mit menschlichen Knochen beinhaltet Überreste von mehr Leichen als bisher vermutet. Archäologen bargen mittlerweile Teile von elf verschiedenen Toten, weitere zwei wurden gesichtet. "Es dürfte sich hier um ein Massengrab handeln", wird Archäologe Alexander Zanesco in der "Kronen Zeitung" zitiert.
Zudem fanden die Archäologen "sehr gut erhaltene" Teile von Uniformen. "Anhand dieser Beifunde sollte eine Datierung genau möglich sein", erklärte der Wissenschafter. Erst dann könne sicher gesagt werden, ob die Funde von bayerischen Soldaten stammen, die 1703 beim sogenannten "Bayerischen Rummel" in Tirol gekämpft hatten. Unter anderem würden Hinweise in der Lokalchronik des Nachbarortes Matrei darauf schließen lassen.
Die Überreste von zwei weiteren Toten wurden im Erdreich gelassen. Obwohl sich Zanesco sicher sei, dass man bei umfassenderen Grabungen viele weitere Gebeine entdecken würde, wolle man die "Toten aber ruhen lassen". Die Gemeinde Pfons will die sterblichen Überreste würdevoll beisetzen lassen. Bürgermeister Argen Woertz hatte die Errichtung einer Gedenktafel angekündigt, die an den Fund erinnern soll.
Entdeckt wurden die Knochen im Zuge von Bauarbeiten am 11. Februar. Schnell war klar, dass die Gebeine mehr als 200 Jahre alt sein dürften.














