Wiener Premiere der neuen Cirque-du-Soleil-Show

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Die neue Show des Cirque du Soleil hat in Wien Premiere gefeiert. Das Erfolgsrezept der Macher der Artistenshow rund um den Kanadier Guy Laliberte ist auch bei "Corteo", dem imaginären Begräbnis des Zirkusclowns Mauro, aufgegangen: Zwei Stunden lang wird das Publikum in eine von der Musik bis zu den Kostümen und Akrobatikgeräten perfekt durchkomponierte, detailverliebte Traumwelt entführt.
Schon der Beginn der Show auf der laufstegartigen Zirkusbühne in dem riesigen weißen Zelt in Neu-Marx ist ebenso spektakulär wie bezaubernd: Mauro stellt sich sein eigenes Begräbnis vor, das mit einem "Corteo", italienisch für festliche Parade, begangen werden soll. In dieser an einen alten Jahrmarkt erinnernden Welt werden Metallbetten zu Trampolinen, goldene Luster zum hoch in der Luft schwebenden Klettergerüst für waghalsige Akrobatik und andere Artisten zu Bällen, mit denen man dribbeln kann.
Überhaupt wird in "Corteo" viel mit humorvollen Details gearbeitet, wenn etwa herrenlose Schuhe über die Bühne zappeln oder ein Clown mit Kerzenleuchtern in der Hand einen Seiltanz vollführt - kopfüber allerdings. Es geht aber auch weniger subtil: Da bittet etwa der korpulente Mauro die Engel um Flügerl in X-Large oder kündigt bei seinem Ballspiel gegen eine an Gummibändern hängende menschliche Marionette ein Match des AC Milan gegen Rapid Wien an.
Allerdings fehlt auch in "Corteo", wie bei vielen Shows des Cirque du Soleil, ein Roter Faden. Statt der angekündigten Geschichte um den Tod des Clowns sind auch bei dieser Produktion die Nummern nur vage durch die immer wiederkehrenden Figuren wie den sympathischen tollpatschigen Riesen, die kleinwüchsige Valentyna, durch die Lüfte schwebende Engel, den gestrengen Zirkusdirektor und natürlich den alternden, in einer Vielzahl von Sprachen vor sich hinbrabbelnden Mauro miteinander verbunden.















