Sotheby's versteigert Stainers Geige "Der König"
Eine 350 Jahre alte, "The King" getaufte Violine des Tiroler Geigenbauers Jacob Stainer kommt im März bei Sotheby's in London zur Versteigerung. Das Aktionshaus betonte, dass es sich bei der Violine um eines der wertvollsten Exemplare aus den Händen Stainers handle, dessen Herstellung auf das Jahr 1659 zurückgeht.
Sotheby's schätzt den Wert zwischen 100.000 und 150.000 britische Pfund (umgerechnet bis zu 175.000 Euro). Die Geige wird im Rahmen einer Versteigerung von Musikinstrumenten am 8. März angeboten.
Laut Sotheby's liegt der Rekorderlös einer Stainer-Violine bei 71.500 Pfund (umgerechnet 83.000 Euro). Die Summe wurde im November 1988 für eine Geige aus dem Jahr 1668 gezahlt. "Ich bin hoch erfreut, dass wir nach 23 Jahren das Privileg haben, eine noch wertvollere, für viele die wertvollste, Geige anzubieten", so Tim Ingles, Leiter der Soetheby's-Abteilung von Musikinstrumenten. Damit sei Sammlern der Kauf eines "ikonischen Instruments" möglich, das für "Stainers Ruf als einer der größten Handwerker des 17. Jahrhunderts" stehe.
Stainer wurde um 1617 in Absam bei Innsbruck geboren. Über sein Leben und Schaffen ist nur wenig bekannt. So soll er Klöster, Fürsten- und Bischofshöfe des Alpenraums, Böhmens und Italiens als Auftraggeber gehabt haben, sein Ruhm als Instrumentenhersteller verbreitete sich bis nach Madrid. Eine Stainer-Geige war im 18. Jahrhundert zehnmal teurer als eine Stradivari und ist auch heute noch ein Vermögen wert - sofern sie echt ist, denn auch viele Fälschungen kamen in Umlauf.















