MAK verzeichnete 2010 um 3,8 Prozent mehr Besucher

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Unter dem Motto "Kunst statt Kompromiss" hat MAK-Direktor Peter Noever am Dienstag zu seiner "vermutlich letzten Jahres-Pressekonferenz in diesem Haus" geladen. Dabei präsentierte er erfreut ein Plus bei den Besucherzahlen: Mit 190.625 wurden 2010 um 3,8 Prozent mehr Eintritte gezählt als im Jahr davor.
Eine Aufgliederung nach vollzahlenden, ermäßigten und Gratis-Besuchern (2009 waren unter den 184.000 Besuchern 114.000 Nicht-Zahler) war bei der Pressekonferenz vorerst nicht zu erhalten, ebenso wenig eine Einschätzung, wie sich der Gratis-Eintritt für Kinder und Jugendliche im MAK ausgewirkt hat.
Noevers Vertrag läuft nach 26 Jahren mit Jahresende aus. Er betonte, sich bis dahin mit voller Kraft dem Haus zu widmen. Schließlich sei ihm und seinem hervorragenden Team ("The best of the town") gelungen, "ein verschlafenes Museum in einen unverwechselbaren, lebendigen Ort der Kunst zu verwandeln" und es "an der Schnittstelle von Kunst, angewandter Kunst und Design zu positionieren": "Wir haben hier ein Weltklasseprofil erreicht. Es ist ein internationaler Ort der Begegnung geworden." Er habe zwar "kein Vorschlagsrecht" für seine Nachfolge, wünsche sich dafür aber "eine starke Persönlichkeit mit Kunstsinn und uneingeschränkter Leidenschaft". Kulturministerin Schmied möchte in "den nächsten Monaten" entscheiden, wer ab 1. Jänner 2012 einen Fünf-Jahres-Vertrag bekommt, 54 Bewerbungen wurden abgegeben.
"Blockbuster-Ausstellungen", gegen die sich das MAK bewusst verweigere, bezeichnete Noever als "das absolute Ende der Entwicklung jeder Kultur". Und: "Wir wollen, solange ich hier bin, nicht die Albertina werden!"















